BREMEN - Die Handelskammer Bremen wirbt für den neuen Medizin-Studiengang der Universität Oldenburg. „Wir werden dazu am 18. Juli Bremer Unternehmer einladen. Der Gründungsdekan der European Medical School, Prof. Dr. Eckhart Hahn, wird von dem Projekt berichten. Unser Ziel dabei ist, zusammen mit dem Cluster Gesundheitswirtschaft Nordwest der Metropolregion die Medical School mit einer Stiftungsprofessur zu unterstützen“, sagte Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, am Rande der Jahrespressekonferenz der Metropolregion Bremen-Oldenburg.
Doch die Metropolregion setzt sich auch noch für andere Themenbereiche ein. Einen Schwerpunkt will sie 2012 vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien setzen. Vorhaben in der Windenergie, zum Klimawandel und im Umweltschutz werden mit 530 000 Euro gefördert, wie der Vorsitzende Jörg Mielke, Landrat im Kreis Diepholz, nach einer Vorstandssitzung in Bremen sagte. Damit werde über die Hälfte des zur Verfügung stehenden Budgets von knapp einer Million Euro aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen in Energie- und Umweltprojekte gesteckt.
Das Projekt „Nordwest 2050“ (ein Projekt der Universitäten Oldenburg und Bremen) und eine Studie zur Entwicklung eines Tidepolders an der Unterweser befassen sich mit Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. Das „Energienetzwerk Nordwest“ erhält eine Förderung für den Ausbau seiner Energieeffizienz-Beratung. Die Windenergieagentur bekommt Unterstützung beim Aufbau eines Netzwerkes für die Offshore-Windbranche.
Die gute Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in der Region werde für die Energiewende dringend gebraucht, betonte Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne). Allein in der Offshore-Branche seien 5000 Menschen beschäftigt. „Wir erwarten dort einen enormen Zuwachs“, betonte der Umweltsenator.
