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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Stellenabbau bei Airbus trifft Bremen

09.03.2018

Bremen Der geplante Stellenabbau bei Europas größtem Flugzeugbauer trifft im Norden vor allem den Standort Bremen, aber auch Hamburg und Stade. Im zweitgrößten deutschen Airbus-Werk in Bremen sind nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Jens Brüggemann maximal bis zu 300 Stellen von geplanten Streichungen oder Verlagerungen betroffen.

Nach einer Betriebsversammlung am Donnerstag in Bremen erklärte er, die Geschäftsführung wolle laut eigener Zusicherung betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden. Noch mehr Stellen sollen am bayerischen Standort in Augsburg wegfallen. Wegen einer dramatischen Auftragsflaute bei zwei Flugzeug-Baureihen stellt Airbus bis zu 3700 Stellen in Deutschland und drei anderen Ländern auf den Prüfstand.

„Wir tun alles, dass niemand seinen Job verliert“, sagte Brüggemann nach der Versammlung. Bei einer Sitzung des Konzernbetriebsrats am 27. März sollen detaillierte Zahlen für Deutschland bekanntgegeben werden. Ein französischer Gewerkschaftsvertreter hatte die Zahl der betroffenen Stellen in Deutschland am Vortag mit etwa 1900 angegeben. Nach inoffiziellen Angaben aus dem Unternehmen sie jedoch eher bei rund 1500 liegen. Auch die Standorte Hamburg und Stade seien betroffen, sagte Brüggemann. Dazu könne er aber keine Angaben machen. Airbus sei ein gesundes Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern. Brüggemann: „Arbeit gibt es genug. Wir lassen die Ausrede nicht gelten, dass es zu einem Abbau oder Kündigungen kommen kann.“

Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec dürften am Standort Augsburg bis zu 500 Zeitarbeiter ihren Job verlieren. „Unsere Standorte in Norddeutschland sind nicht betroffen“, sagte Sprecher Markus Wölfle.

Die IG Metall Küste warnte vor einem „überzogenen Stellenabbau“. „Wir werden alles dafür tun, damit die Anpassung der Produktionsraten möglichst wenig Auswirkungen auf die Beschäftigten hat“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken. „Uns geht es um den Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen, unabhängig davon, ob Leiharbeiter oder Stammmitarbeiter betroffen sind.“

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