BREMEN/LEER/HAMBURG - Noch vor ein paar Jahren hielten manche Leute Stephan Wrage für einen Spinner. Heute steht er mit seiner Hamburger Firma SkySails vor dem Durchbruch. Wrage entwickelt riesige Lenkdrachen für Frachtschiffe und Jachten. Nach jahrelangen Tests ist für Mitte Dezember– etwas später als einst angedacht – die erste kommerzielle Fahrt geplant. Der erste Schwergutfrachter weltweit wird mit dem Zugdrachen-Antriebssystem von Dänemark in die USA in See stechen.

Ein 160 Quadratmeter großes Segel soll den erwartet starken Ostwind nutzen und so die Treibstoffkosten senken. Die 140 Meter lange MS „Beluga SkySails“ der Bremer Reederei Beluga Group wird passenderweise Windkraftanlagen an Bord haben.

Der Geschäftsführer der Reederei, Niels Stolberg aus Dreibergen (Ammerland), hatte sich 2006 die Möglichkeit gesichert, seine Frachter künftig mit dem neuartigen Wind-Antriebssystem über die Meere zu schicken. „Man muss einfach mal den Mut haben, das auszuprobieren“, begründet Stolberg seine Motivation. „Jeder Reeder sucht nach einem Weg hinaus aus der unmittelbaren Abhängigkeit vom ständig steigenden Ölpreis“, fügt er hinzu. Mittlerweile sei die Skepsis in der Branche „längst einer gewissen Neugier gewichen“.

Stolberg rechnet mit einer Treibstoffersparnis von zehn bis 20 Prozent. Pro Schiff und Tag seien das rund 1500 US-Dollar.

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