BREMEN - 25 Jahre nach der ersten "Internationalen Nordseeschutzkonferenz" sehen Umweltschützer keine Fortschritte bei der europäischen Politik zum Meeresschutz. Wirtschaftsinteresse habe immer noch Vorrang, kritisierte der "Förderkreis Waterkant" am Freitag in Bremen.
1984 hatten sich Umweltpolitiker der acht Nordsee-Anrainer in Bremen getroffen, um erstmals über Schutz und Nutzung des Meeres zu verhandeln. Schon damals seien Industrie- Aktivitäten an der Küste aus der Diskussion ausgeklammert worden, sagte ein Sprecher des Förderkreises. Unverbindliche Beschlüsse stünden bis heute unter dem Vorbehalt ökonomischer Verträglichkeit.
