Bremen/Oldenburg - Noch steht das Kürzel „BLB“ an den Gebäuden der Bremer Landesbank in Bremen und Oldenburg, auf Kontoauszügen, Briefköpfen und der Internetseite. Doch schon in Kürze wird der Name Geschichte sein. Die Nord/LB und die Bremer Landesbank, die sich bereits zum 1. September 2017 zusammengeschlossen hatten, aber seitdem noch mit zwei Marken am Markt vertreten waren, werden künftig auch nach außen einheitlich auftreten.
„Im Zuge des fortschreitenden Zusammenwachsens beider Häuser haben wir festgestellt, dass das Nebeneinander der zwei Marken bei vielen Kunden für Irritationen gesorgt hat“, teilte die BLB jetzt mit. „Wir haben daher entschieden, die Marke BLB schrittweise durch die Marke Nord/LB abzulösen und unser gesamtes Geschäft künftig allein unter dieser Dachmarke abzubilden.“ Man wolle „mehr Klarheit und Eindeutigkeit im Auftritt“ schaffen. Nach Angaben der BLB soll die Umstellung noch im Laufe dieses Jahres erfolgen.
Die BLB betonte, dass es für die Kunden keine großen Umstellungen geben werde. „Es wird sich lediglich unser äußeres Erscheinungsbild ändern“, teilte die Bank mit. Die Gebäudekennzeichnungen würden in den kommenden Monaten ausgetauscht. Historische Beschriftungen, etwa die großen „Bremer Landesbank“-Schriftzüge, sollen indes erhalten bleiben.
Änderungen gebe es hingegen beim Online-Banking. Inhalte und Services, die sich derzeit noch auf der BLB-Internetseite finden, sollen zu Beginn des zweiten Quartals in die Website der Nord/LB überführt werden. Kunden, die die bisherige BLB-Website ansteuern würden, würden automatisch zur Internetseite der Nord/LB umgeleitet.
Langfristig verändern dürften sich für die Kunden auch die IBAN und die Bankidentifikation BIC. Das habe aber nichts mit der Markenumstellung zu tun, sondern hänge damit zusammen, dass die IT-Systeme innerhalb der Nord/LB-Gruppe bis 2020 vereinheitlicht werden, erläuterte die BLB.
Die Bremer Landesbank war durch faule Schiffskredite in Schieflage geraten und wurde schließlich von der Nord/LB komplett übernommen. Im Zuge des Zusammenschlusses sollen bei der Nord/LB bis Ende 2020 insgesamt 1250 Stellen abgebaut werden – darunter 310 am BLB-Standort Bremen und 30 in Oldenburg.
Daran werde sich durch die Markenumstellung auch nichts ändern, erklärte Regionalvorstand Christian Veit gegenüber dem „Weser-Kurier“. Er zeigte sich optimistisch, dass die Bank ihr Ziel erreichen werde und dabei auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten könne. Unter anderem setze die Bank auf Vorruhestands- und Abfindungsregelungen.
