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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Künstliche Intelligenz: Im Smalltalk mit Roboter-Dame Pepper

28.11.2018

Bremen /Oldenburg /München Luna Pepper lernt schnell. Jeden Tag wird sie mit neuen Informationen gefüttert, damit sie sich besser mit Menschen unterhalten kann. Die Roboter-Dame, die in einer Bremer Sparkassenfiliale zuhause ist, begrüßt die Kunden, spricht mit ihnen über das Wetter oder erzählt einen Witz. „Sei mir bitte nicht böse, wenn ich noch nicht alles weiß“, sagt sie ab und zu. Dabei blickt die 120 Zentimeter große Luna ihr Gegenüber mit leuchtenden Kulleraugen an. „Wenn du zufrieden bist, bin ich es auch“ – mit solchen Sätzen bringt sie etliche Menschen zum Schmunzeln.

Der Leiter der Bremer Stadtteil-Filiale, Alexander Löde, ist stolz auf die neue Mitarbeiterin. „Sie unterstützt uns mit Rat und Tat“, sagt er. Die Begegnung mit Luna sei für alle ein besonderes Erlebnis.

Auch beim Modehaus Leffers in Oldenburg ist Pepper für Kunden im Einsatz. Im Lichthof des Hauses informiert der Roboter auf Nachfrage über das Modehaus und bevorstehende Veranstaltungen.

Solche Roboter mit regelmäßigem Kundenkontakt sind in Deutschland bislang noch selten. Laut des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) werden sogenannte humanoide Roboter mit menschenähnlicher Gestalt bislang vor allem zu Forschungszwecken und auf Veranstaltungen wie Messen eingesetzt.

Als fester Bestandteil eines Service-Konzepts seien sie noch nicht weit verbreitet, erklärt der Geschäftsführer von VDMA Robotik und Automation, Patrick Schwarzkopf. Aber: „Es ist im Kommen. Ich glaube, dass die humanoiden Roboter, die auf Rädern laufen, in der Nähe der Marktreife sind“, meint Schwarzkopf.

Zur Beantwortung einfacher Fragen etwa nach einem bestimmten Produkt seien sie gut einsetzbar. „In den kommenden fünf Jahren werden viele Menschen mal einen Roboter gesehen haben. Am Münchner Flughafen hatten Reisende im vergangenen Frühjahr die Gelegenheit, sich mit einer Kollegin Lunas zu unterhalten. Wie in Bremen wählten die Projektverantwortlichen das Modell Pepper des japanischen Anbieters Soft Bank Robotics und gaben ihm eine weibliche Identität. Drei Monate stand Josie Pepper als Ansprechpartnerin bereit. Reibungslos war die Kommunikation nicht immer.

„Eine der größten Herausforderungen war, dass die Menschen es noch nicht gewöhnt sind, mit dem Roboter zu kommunizieren“, berichtet Projektleiterin Julia Schmidt. „Die Leute haben Fotos mit dem Roboter gemacht, aber sie haben ihm nicht zugetraut, eine richtige Frage zu beantworten.“ Eine positive Bilanz zieht Schmidt dennoch: Josie sei insgesamt sehr gut bei den Passagieren angekommen.

Auch die Sparkasse in Bremen hat mit ihrer Luna, die ohne Programmierung rund 20 000 Euro gekostet hat, noch viel vor. Zunächst soll sie Laser-Sensoren bekommen und fahren lernen, sagt Löde. Möglich sei zum Beispiel, dass sie eine zum Gespräch erwartete Kundin in der Eingangshalle begrüßt und dann dem entsprechenden Mitarbeiter Bescheid gibt. Bei der Beratung fremdsprachiger Kunden soll sie ebenfalls helfen – geplant ist, dass Luna Englisch, Russisch und Türkisch lernt.

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