Bremen - Die Nordwestbahn hat den Zuschlag für den Weiterbetrieb der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen bis zum Jahr 2036 erhalten. Der ab Dezember 2022 geltende neue Verkehrsvertrag beinhaltet halbstündliche Fahrten von Bremen nach Bremerhaven und Oldenburg sowie eine direkte Linie in der Hauptverkehrszeit nach Wilhelmshaven, wie die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) am Mittwoch mitteilte. „Reisende dürfen sich auf ein attraktiveres Angebot freuen, auf neue und schnellere Verbindungen wie auch über zusätzliche Kundenbetreuer in den S-Bahnen“, sagte LNVG-Chefin Carmen Schwabl. „Mit dem neuen Angebot wird der Umstieg vom Auto auf die Bahn noch attraktiver.“

Da im Nordwesten der Fahrplan künftig dichter wird, beschafft die Nordwestbahn 16 weitere S-Bahnzüge, womit die Flotte künftig aus 51 Bahnen besteht. Wegen der hohen Pendlernachfrage wird auf der Verbindung Bad Zwischenahn-Oldenburg-Delmenhorst-Bremen eine Express-Linie eingerichtet, die in Kombination mit IC/RE-Zügen einen Halbstundentakt mit schnellen Zügen auf der Linie ergibt. Auch die Züge zwischen Rotenburg und Verden werden künftig von der Regio-S-Bahn gefahren. Die Nordwestbahn ist ein Tochterunternehmen der teilstaatlichen französischen Transdev-Gruppe. Die Nordwestbahn betreibt etliche Regionalbahnlinien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Von der Deutschen Bahn übernimmt die Nordwestbahn demnächst auch das S-Bahnnetz Hannover, das bis nach Celle, Hildesheim, Paderborn und Minden reicht. Wegen einer Ungenauigkeit bei der Vergabe startet die Nordwestbahn auf dem Netz erst Ende April 2022 und damit vier Monate später als ursprünglich vorgesehen.