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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Deutsches Milchkontor setzt auf Marge vor Menge

05.04.2019

Bremen /Strückhausen /Edewecht Trotz eines Umsatzrückganges hat sich Deutschlands größte Molkereigenossenschaft, die DMK Group, zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2018 gezeigt. Die im Sommer 2017 eingeleitete Neuausrichtung des Unternehmens hin zu einem kunden- und konsumentenorientierten Lebensmittelhersteller trage bereits Früchte, teilte DMK (Deutsches Milchkontor) am Donnerstag in Bremen mit.

Nach vorläufigen Zahlen fiel der Umsatz leicht von 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 5,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das Ergebnis konnte das Molkereiunternehmen (7700 Mitarbeiter), das im Nordwesten unter anderem Standorte in Edewecht, Strückhausen und Holdorf hat, dagegen leicht auf 30,6 Millionen Euro verbessern (2017: 29,6 Millionen Euro).

„Wir haben in nur zwei Jahren ein weit verzweigtes, komplexes Unternehmen komplett neu strukturiert und stabilisiert“, sagte DMK-Vorstandschef Ingo Müller. „Jetzt beginnen wir darauf aufbauend die Marktbearbeitung entsprechend neu auszurichten – Kurs Marge vor Menge.“

Mit Blick auf die sechs Geschäftsfelder von DMK sieht der Vorstandsvorsitzende bereits abgearbeitete Baustellen, aber auch weitere Handlungsfelder. Positiv wertete Müller etwa, dass das 2017 defizitäre Geschäftsfeld Eis wieder auf Kurs sei und DMK in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren dürfte. Im Geschäftsfeld Babynahrung, in dem DMK viel Potenzial sieht, habe die Molkereigenossenschaft gleich zwei große Schritte getätigt: Zum einen wurde Anfang 2019 der neue Standort Strückhausen offiziell in Betrieb genommen, und zum anderen wurde Ende März die Traditionsmarke Alete übernommen.

Fortschritte sieht Müller auch in den Bereichen Handelsmarke und Marke. Die Fokussierung auf „Mehrwert“ habe hier bereits Früchte getragen und positiv zum Ergebnis beigetragen. Im Geschäftsbereich International soll die Konzentration auf ertragreiche Regionen auch 2019 fortgesetzt werden. Der Bereich Industrie wiederum sei 2018 von stark schwankenden Märkten bei Molke und Pulver geprägt gewesen.

Müller zeigte sich überzeugt, dass die tiefgreifenden Veränderungen und Investitionen DMK mittel- und langfristig nach vorn bringen werden und dass das Unternehmen den eingeschlagenen Kurs fortsetzen werde. „Wir müssen weiter stärker vom Kunden her denken“, sagte er. „Reine Anbieter von Produkten sind austauschbar.“

Detaillierte Ergebnisse will DMK bei den Mitte Juni stattfindenden Vertreterversammlungen bekanntgeben.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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