BREMEN - BREMEN/DPA - Ein Sondereinsatzkommando hat am Mittwoch einen Verdächtigen gefasst, der am Dienstag einen Benzinanschlag auf einen voll besetzten Linienbus verübt haben soll. Gegen den 40-Jährigen laufen Ermittlungen wegen Mordversuchs, teilte die Polizei mit. Der Verdächtige aus Weyhe sei von Ermittlern sehr schnell durch Fotos der Überwachungskamera des Busses identifiziert worden. Er war bislang mit Sachbeschädigungen, Eigentums- sowie Körperverletzungsdelikten in Erscheinung getreten.
Ein beherzter Fahrgast hatte die mögliche Brandkatastrophe in dem voll besetzten Bremer Linienbus verhindert. Der Täter hatte am Nachmittag in der Kirchhuchtinger Straße zwei 1,5-Liter-Plastikflaschen mit Benzin auf Fahrgäste und in den Bus geschüttet und gerufen haben: „Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr!“
Der Fahrgast packte darauf geistesgegenwärtig den Mann und drängte ihn aus dem Bus. Der Täter ergriff anschließend die Flucht. Dabei soll er kurzfristig eine Pistole verloren und wieder an sich genommen haben.
Mehr als 40 Fahrgäste verließen anschließend ebenfalls fluchtartig den Bus. Drei Frauen mussten mit Augenverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Großfahndung war am Dienstag zunächst erfolglos geblieben.
