BREMEN/WILHELMSHAVEN - Eine leistungsfähige Schienenanbindung des Wilhelmshavener Tiefwasser-Containerhafens Jade-Weser-Port hat für die Deutsche Bahn eine hohe Priorität.

Vor dem Verein Bremer Spediteure unterstrich Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube am Mittwoch, dass der neue Hafen rechtzeitig zu seiner Inbetriebnahme am 5. August 2012 einen zweigleisigen Schienenanschluss haben werde. Die Bahn werde sicherstellen, dass eine entsprechende Zusage gegenüber dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff eingehalten werde. Die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg – Wilhelmshaven werde jedoch erst 2014 fertig sein.

Grube kündigte für die kommenden Jahre erhebliche Investitionen der Bahn in Norddeutschland an. Insgesamt seien 305 Millionen Euro eingeplant. Zu den vorgesehenen Projekten gehöre auch die sogenannte Y-Trasse zwischen Hannover, Hamburg und Bremen. Das Vorhaben sei ein absolutes „Muss“. Die Vorfinanzierung sei nach intensiven Gesprächen von Bahn, Niedersachsen, Hamburg und Bremen gesichert.

Die wichtigste Aufgabe der Bahn sei derzeit, die Züge technisch in Ordnung zu bringen. Grube kritisierte, dass früher Lieferungen „im Reifegrad einer grünen Banane“ übernommen worden seien. Diesen Unsinn mache man nicht mehr mit.

NWZ-Spezial: Informationen, Bilder und Videos zum Jade-Weser-Port, dem Jadeport, Jadebay und dem JadeWeserPark.

Jürgen Westerhoff