Bremerhaven - Unter dem Motto „Bremerhaven bleibt bunt“ sind in der City der Seestadt mehrere Tausend Menschen auf die Straße gegangen. Sie sprachen sich für Demokratie, Solidarität und gleiche Rechte aus. Die Polizei begleitete den Demonstrationszug vom Stadthaus in Lehe bis in die Fußgängerzone. Auf einer Bühne vor der Großen Kirche stimmten zunächst Musikgruppen auf das Thema der Kundgebung ein.
Anschließend verlas eine der Organisatorinnen eine Solidaritätsnote des Liedermachers Konstantin Wecker. Darin bezeichnete der Sänger den Ertrinkungstod vieler Flüchtlinge im Mittelmeer als nicht hinnehmbar und forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, alles zu tun, um Flüchtlinge viel besser zu schützen. Vor diesem Hintergrund seien Veranstaltungen wie die in Bremerhaven besonders bedeutsam und fänden seine uneingeschränkte Solidarität.
Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) zeigte sich überwältigt von der großen Teilnahme an der Demo. Neben vielen Bremerhavenern und Einwohnern aus dem Landkreis Cuxhaven waren auch politische Funktionsträger gekommen – darunter Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert.
Grantz erinnerte in seinem Redebeitrag unter anderem an Menschen, die in den 1960er und 1970er Jahren oft als Gastarbeiter aus anderen Ländern nach Bremerhaven kamen. „Diejenigen, die hier geblieben sind, sind längst zu Bremerhavenern geworden. Das gilt noch mehr für ihre Kinder und Enkel, die bei uns aufwachsen“, so der Oberbürgermeister.
Ausländerprobleme, so Grantz weiter, sehe er weder in Bremerhaven noch in ganz Deutschland. „Statt dessen gibt es das Problem von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremer Gewalt. Dagegen muss eingeschritten werden“, rief Grantz den Demonstranten zu.
