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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Ringen um Riesenfrachter

20.08.2019

Bremerhaven /Wilhelmshaven Das derzeit weltgrößte Containerschiff hat auf Jungfernfahrt aus Asien erstmals in Bremerhaven festgemacht. Die „MSC Gülsün“ kann laut der Schweizer Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) 23 756 Standardcontainer (TEU) tragen. Bislang fassten die größten Containerschiffe rund 23 000 TEU.

Schaulustige konnten die Annäherung des 400 Meter langen und 61,5 Meter breiten Riesen vom Strand der Außenweser verfolgen. Etwa 3500 Container sollten bis Dienstag entladen werden.

Die „MSC Gülsün“ belegt den Trend zu immer größeren Containerschiffen, die den Häfen aber auch Probleme bereiten. Weil die Längen derzeit auf 400 Meter begrenzt sind, ist die „MSC Gülsün“ in die Breite gegangen. Auf ihr stehen nicht 23, sondern 24 Container nebeneinander.

Selbst Bremerhaven ist darauf nur teilweise vorbereitet. Von den vielen Container-Brücken am Kai legten bislang nur zwei so weit aus, dass sie die äußerste Kistenreihe erreichen können, sagte der Chef des Terminalbetreibers Eurogate, Michael Blach.

Einige europäische Häfen wie Hamburg machen Front gegen immer größere Containerschiffe und fordern EU-Auflagen zu Schiffsgrößenbegrenzungen. „Größere Schiffe erfordern hohe zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur der Häfen“, sagte unlängst etwa Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH) und verwies auf Wendekreise, Kaimauern und Fahrrinnen.

Gern mehr Schiffe dieser Größenordnung würde man dagegen am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven abfertigen. Der Standort biete dafür „beste Voraussetzungen“, sagte Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer Container Terminal Wilhelmshaven Jade-Weser-Port Marketing, der NWZ. „Wir hoffen, dass Wilhelmshaven im Zuge der fortschreitenden Schiffsgrößenentwicklung Chancen auf weitere Liniendienste hat und damit verbunden auch weitere Schiffsanläufe generieren kann.“

Vor diesem Hintergrund zeigte er sich auch „etwas überrascht“ von den Aussagen von Bonz. „Wir distanzieren uns deutlich davon, da der Eindruck vermittelt wurde, man spräche für die Gesamtheit der Deutschen Seehäfen, dies ist jedoch nicht der Fall“, sagte er. „Es wäre doch geradezu absurd, wenn Wilhelmshaven als einziger deutscher Tiefwasserhafen nun eine Schiffsgrößenbegrenzung fordern würde.“ Denn genau für diese Containerriesen sei der Hafen schließlich gebaut worden.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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