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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Werft: Bremerhaven zieht weitere Großaufträge an

10.05.2016

Bremerhaven Milliarden-Aufträge, sichere Arbeitsplätze, neue Jobs – die malaysische Genting-Gruppe ist mit großen Ansagen und auch mit Taten in den deutschen Schiffbau eingestiegen. Das Fundament ist mit dem Kauf der Lloyd Werft Bremerhaven sowie den Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund gelegt. Alle vier bilden die Lloyd Werft Gruppe.

Am Montag wurde am Stammsitz Bremerhaven ein neues Design-Center eröffnet, das künftig auf 6000 Quadratmetern Platz für mindestens 250 Konstrukteure bietet. Derzeit sind es nur rund 90. Ende 2016 sollen es schon 160 sein.

„Es wird ein neues Kapitel im Buch der Schiffbaugeschichte in Bremerhaven und in Mecklenburg-Vorpommern geschrieben“, sagte der Vorstandssprecher der Lloyd Werft, Rüdiger Pallentin, und nannte auch den „Autor“ dieses Kapitels: Tan Sri Lim Kok Thay. Er ist Vorstandschef von „Genting Hong Kong“ und wird am Dienstag in Wismar zehn neue Aufträge unterzeichnen. Dem Vernehmen nach geht es um sechs Flusskreuzfahrtschiffe, eine Megayacht, drei Ozean-Kreuzliner.

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Die Sicherheit für die teils schon verkündeten Aufträge ist hoch, denn die Schiffe werden für Genting-Reedereien gebaut. Dazu gehören Crystal Cruises, Dream Cruises, Star Cruises und Crystal River Cruises. Schon am Montag sollte der Stahlschnitt für vier Flusskreuzer beginnen. Genting-Manager Hui Lim sprach von Tausenden neuen Jobs.

Mit Blick auf die Meyer Werft betonte Tan Sri Lim, dass Genting eine sehr gute und jahrelange Beziehung zu den Papenburgern habe. „Bernard Meyer ist ein guter Freund.“ Derzeit gebe es für alle genug Arbeit in dem Geschäft, die die Meyer Werft nicht alleine bewältigen könne. „Das war einer der Gründe für unseren Einstieg in den Schiffbau“, so Tan Sri Lim. Die Auftragsbücher bei Meyer seien bis 2024/2025 voll. „Das war einfach zu lang für uns.“

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