BRETTORF/DöTLINGEN - Mit der „Insel“, einem Altbau in Oldenburg-Osternburg, ging es im Jahr 2004 los. Es war die erste Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, die der Verein Salus e.V. ins Leben gerufen hat und bei der die Landdienste GmbH die Betreuung übernahm. Es folgte ebenfalls 2004 die „Sonne von Heide“ in einem renovierten Haus in Heide I (Gemeinde Ganderkesee). 2006 gründete Salus die dritte WG namens „Haus Galanthus“ an der Straße „Zur Kuhtrade“ in Wildeshausen. Jetzt bereiten sich die Landdienste bereits auf die vierte Wohngemeinschaft dieser Art vor. Sie wird im Erdgeschoss der einstigen Volksbank am Ostertor in Dötlingen eingerichtet.

Um die besondere Form der Betreuung im Rahmen einer Wohngemeinschaft leisten zu können, so Pflegemanagerin Martina Asche, ist das Team zum 1. Juni um eine „Qualitätsbeauftragte Wohngemeinschaften“ ergänzt worden. Gisela Bruns hat die Aufgabe übernommen und koordiniert jetzt die Arbeit der Landdienste auf diesem Sektor. Sie stellen in den Einrichtungen von Salus e.V. rund um die Uhr das Personal für die Pflege und Betreuung der Bewohner. Nachts sei zumindest eine Kraft vor Ort, tagsüber zwei bis drei Mitarbeiterinnen der ambulanten Pflege, erläuterte Martina Asche.

Die neue Kollegin Bruns hat die Aufgabe, die Qualität dieser Pflege zu sichern. Ebenso ist sie für den hauswirtschaftlichen Part federführend zuständig. Bruns, zuvor Leiterin einer stationären Einrichtung, ist künftig mit „mobilem Büro“ an den WG-Orten sowie bei der Zentrale der Landdienste in Brettorf unterwegs.

Das ambulante WG-Konzept möchte eine überschaubare Gemeinschaft für die bis zu zwölf Bewohner bieten. Die WG wird als ein Ort gemeinsamen Wirtschaftens und der Geborgenheit angesehen, vergleichbar der früheren Großfamilie auf dem Land. „Die Geborgenheit in einer sozialen Gruppe verlangsamt den Verlauf der Demenz“, so Diplom-Pflegewirtin Asche. Die Organisation des Tagesablaufs und der Lebensräume sei an der „Normalität“ orientiert, „Alltag statt Therapie“ sei die Devise. Die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der WG-Mitglieder soll so weit wie möglich erhalten werden.

Wie in Oldenburg, Heide und Wildeshausen werden auch in Dötlingen die Menschen mit Demenz gemeinschaftlich als Mieter in einer großen Wohnung leben. Jedes WG-Mitglied schließt einen Einzelmietvertrag ab, die Wohnung wird mit den vertrauten Möbeln ausgestattet.


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