BRETTORF/GANDERKESEE - Ein kleiner Kaffeelöffel als Türöffner: Damit hatte die Ganderkeseer Unternehmensgruppe Meyer Technik (des Brettorfers Harald Meyer) unerwartet großen Erfolg. Als „unsere einfachste Lösung für Ihre Förder- und Mischaufgaben“ hatte die Meyer-Firma HM Anlagentechnik (Brinkum) den Löffel an 100 ausgesuchte Unternehmen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie geschickt – um sie dann mit dem Zusatz „Viel lieber stellen wir uns aber Ihren größeren Herausforderungen“ auf die Kompetenz in der Produktion spezieller Förder- und Lageranlagen aufmerksam zu machen.

Herausgekommen ist dabei nicht nur der Kontakt zu 15 neuen Kunden, der schon zu zwei Aufträgen führte, sondern auch der zweite Preis im Marketing-Wettbewerb des Deutschen Handwerks.

Fördern, mischen, dosieren, lagern: Für diese Funktionen bietet HM Anlagentechnik individuelle Lösungen an. Längst stehen große Namen wie Nestle und Tchibo, Klöckner oder Airbus auf der Kundenliste der Meyer-Firma. „Der Kundenstamm ist solide, aber nicht auf Masse angelegt“, erläutert Norris Haberland, der bei Meyer Technik für den Marketing-Bereich verantwortlich ist. Gemeinsam mit Henning Schulte, Geschäftsführer der HM Anlagentechnik, kam er auf die Idee mit dem Löffel.

Vor der Versand-Aktion hatten sie intensiv recherchiert, welche Unternehmen ins Kundenprofil passen könnten und wer dort jeweils die richtigen Ansprechpartner wären. Und hinterher wurde das persönliche Gespräch gesucht. „Ach, Sie sind das mit dem Löffel“, war häufig die erste Reaktion.

Sympathie hatte das Meyer-Marketing damit schon bei den potenziellen Neukunden gewonnen, nun galt und gilt es, daraus Vertrauen wachsen zu lassen. Viele der Angeschriebenen „probieren uns erstmal aus“, weist Meyer-Geschäftsführerin Miriam Rudnitzki auf die nachhaltige Wirkung der Aktion hin, die nur eines von mehreren Projekten ist, mit denen Meyer neue Marketing-Wege beschreitet. Spezialisiert, zugleich aber effizient, müsse die Ansprache sein, meint Rudnitzki. Wichtig sei, bei den Entscheidern der Unternehmen „im Hinterkopf zu bleiben“.


Meyer Technik hatte bisher in Prospekten und im Internet die einzelnen Firmen und Standorte um den roten „Meyer-Würfel“ gruppiert. Jetzt werden die Leistungen und Kompetenzen hervorgehoben.

www.meyer-technik.de