BRETTORF - Die Gerüchte haben sich nur teilweise bestätigt: Nachdem bekannt geworden war, dass die Reit- und Fahrgemeinschaft Brettorf insolvent ist, hieß es nun, dass die sieben Pferde, die noch dem Verein gehören, versteigert oder andernfalls zum Abdecker gebracht werden sollen. Letzteres sei Unsinn, so Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Philip Schober (Bremen) im Gespräch mit der NWZ . „Fakt ist, dass am kommenden Sonnabend ab 11 Uhr eine öffentliche Versteigerung der Pferde vor Ort stattfindet“, sagte er.

Zur Erinnerung: Der Verein am Brettorfer Bahnweg wurde 1995 gegründet. Am 21. Mai wurde vom Amtsgericht Delmenhorst das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Vereins eröffnet. Diese Entwicklung hatte sich abgezeichnet. Im April war der Antrag des Vereins auf ein Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung öffentlich geworden (die NWZ berichtete).

Pferde, die am Sonnabend möglicherweise keinen neuen Besitzer finden, werden auf einer anderen Weide untergebracht. Der Kontakt sei schon hergestellt. Für diese Pferde würden dann in Ruhe Käufer gesucht.

„Sie kommen auf keinen Fall zum Abdecker“, so Schober. Er sei schon ein wenig genervt von den Gerüchten, die zur Zeit kursieren. „Ich habe auch schon gehört, dass sogar die Pferde der Mitglieder, die noch im Stall der Reit- und Fahrgemeinschaft stehen, am Sonnabend unter den Hammer kommen sollen“, so Schober. Das sei natürlich ebenfalls Unsinn.

Die Versteigerung am Sonnabend leitet Auktionator Bert Wigger. Im Internet sind die Schulungspferde schon unter www.wigger-auktionen.de zu sehen. Für die Immobilie des Brettorfer Vereins sucht Philip Schober derzeit noch einen Käufer.