Brettorf/Iserloy - Der Radweg „Dorfstraße/Klattenhofer Kirchweg“ wird zurzeit gebaut und soll bis Mai 2019 fertiggestellt sein. Damit rückt auf der Prioritätenliste des Radwegekonzeptes der Gemeinde Dötlingen der Radweg „Stedinger Weg Süd“ in den Fokus. Er befindet sich auf der Liste an zweiter Stelle.

In der Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses stellte das Ingenieurbüro Herwart Huck (Ganderkesee) den geplanten Ausbau vor. Vorausgegangen war eine Anliegerversammlung im August dieses Jahres. Hauptthema war die Trassenführung. Möglichst wenige Eingriffe in die Vegetation und den Baumbestand vorzunehmen, stand hier an oberster Stelle. Herausgekommen ist dabei, die Anlegung des Radweges auf der Ostseite des Stedinger Weges zu bauen.

Im BSV-Ausschuss hingen die Detailplanungen für jeden einsehbar aus. Demnach wurde von den Anliegern angeregt, an der Einmündung des Stedinger Weges in die Iserloyer Straße, die Geschwindigkeit über Gebotsschilder auf 70 km/h zu begrenzen.

Wie Huck weiter vorstellte, müsste auch beim Ortseingang in Brettorf eine Geschwindigkeitsbegrenzung erfolgen. Er plädierte für 50 Stundenkilometer. „Hier müssen die Radfahrer den Stedinger Weg queren.“ Es werden aber sehr hohe Geschwindigkeiten am Ortsschild gefahren. Deshalb sollte schon 200 Meter vorher das Tempo des Verkehrs auf 50 km/h gedrosselt werden, um keinen neuen Gefahrenpunkt entstehen zu lassen.

Der Vertreter des Ingenieurbüros bezeichnete das östliche Anlegen des Radweges als beste Lösung. Hier müssen maximal nur zehn Bäume weichen. Die Kosten würden sich nach Schätzungen des Büros auf circa 470 000 Euro bewegen. „Wahrscheinlich sind sie aber in zwei Jahren 20 Prozent niedriger, wenn die Hochkonjunktur wieder abflaut.“


Als Planungskosten sind 24 700 Euro im Haushalt angesetzt. Für den Radweg wird eine Zuwendung vom Land in Höhe von 317 000 Euro erwartet. In 2019 müssen noch 180 000 Euro in den Haushalt wieder eingestellt werden. Dieser Betrag war 2018 zur Deckung außerplanmäßiger Ausgaben für das Bauvorhaben „Ausbau Heideweg“ entnommen worden.

Rudi Zingler (SPD) befürwortete die Umsetzung des Vorhabens. Auch die CDU sprach sich dafür aus, um die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, was die FDP unterstützte. Bei einer Enthaltung durch Grünenratsfrau Gabriele Roggenthien, die noch Beratungsbedarf sah, wurde der Beschlussvorschlag angenommen. Darin ist auch geregelt, dass die Umsetzung der Baumaßnahmen nur stattfinden kann, wenn die Finanzierung sicher gestellt ist. Wenn der Verwaltungsausschuss am 29. November, dem Vorschlag folgt, kann der Grunderwerb verhandelt werden.