BRETTORF - Das Interesse der örtlichen Firmen ist groß. Rund 75 haben sich zur Teilnahme angemeldet.

Von Ulrich Suttka

BRETTORF - 18 Jahre sind eine lange Zeit. Wenn eine Veranstaltung dann noch im Gedächtnis von vielen Menschen ist, sagt das einiges über das Ereignis aus. An die Dötlinger Gewerbeschau im Jahr 1988 in Brettorf erinnert sich noch so mancher. 3500 Besucher sorgten damals für einen unerwartet großen Zuspruch. Wiederum in Brettorf, wiederum von Hanna und Jürgen Hasselberg organisiert, steht jetzt die zweite Auflage bevor, diesmal im Gewerbegebiet Neuer Kamp in Brettorf. Am 16./17. September steigt die zweite Dötlinger Gewerbeschau. Eines steht schon jetzt fest: Von der Ausstellerzahl fällt sie doppelt so groß aus wie die Vorgängerin in den achtziger Jahren. Mehr als 75 Teilnehmer hat Jürgen Hasselberg inzwischen auf seiner Liste.

Den Brettorfer Unternehmer trieb vergangenes Jahr mehr und mehr der Gedanke um, dass es wieder an der Zeit sei für eine Selbstdarstellung der Dötlinger Wirtschaft. Mit Gartenkultour und Kunst sei die Gemeinde immer im Gespräch, aber für Unternehmen gebe es nur vereinzelte Aktionen. Bei einem Forum der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO) trug Hasselberg den Gedanken einer erneuten großen Präsentation der Dötlinger Wirtschaft erstmals vor. Als er bei einem Empfang des Dötlinger Mittelstandes dann auch die Rückendeckung dieses Vereins erfuhr, machte er sich an die Arbeit und organisierte fast im Alleingang mit Gattin Hanna die aufwendige Schau. Von Beginn an hatte er auch die Unterstützung der Gemeindeverwaltung, wie der Brettorfer betonte.

An den beiden Gewerbeschautagen präsentieren sich ganz überwiegend Firmen aus der Gemeinde Dötlingen sowie einige auswärtige Gäste. Handwerk, Handel, Dienstleistung: Alle Bereiche sind vertreten. Die Palette ist ebenso groß wie unterschiedlich und reicht vom Tischler bis zum Experten zum Schutz vor Graffities, vom Modehaus bis zum Pflegeteam. Viele kleinere Firmen machen mit, aber auch mittelständische Unternehmen bis hin zur EWE. Das benachbarte Europa-Zentum ist in die Schau eingebunden.

Neben den klassischen Teilnehmern an einer Gewerbeschau nehmen örtliche Gruppen die Chance wahr, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. In einer Gondel an einem Kran können schwindelfreie Besucher in luftige Höhe fahren lassen. Die kommunalen Kindergärten übernehmen den Betrieb der Cafeteria. Der Erlös kommt den Einrichtungen zugute. Die Gemeindeverwaltung präsentiert ihre Tourismus- und Grundstücksangebote gemeinsam an einem Stand mit der WLO. Jürgen Hasselberg ist sicher, dass die zweite Gewerbeschau ein „spannendes Großereignis“ werden dürfte. Und für jene, die schon 1988 dabei waren, wohl auch eine Gelegenheit zu sehen, was sich in den Jahren alles so geändert hat . . .