Wildeshausen - Nach langen Diskussionen wurde sie vor einem halben Jahr auf Probe eingeführt – die Brötchentaste. Glaubt man dem Handels- und Gewerbeverein, läuft es mit dem kostenlosen Kurzzeitparken wie geschmiert. „Die Menschen nehmen das sehr gut an“, meinte HGV-Vorstand Tom Lagerbusch im Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr und Sport am Donnerstag .
Allerdings wünschte er sich eine bessere Ausschilderung. „Der Bekanntheitsgrad der Brötchentaste kann noch verbessert werden“. Das fand auch Bernhard Block (CDU). Er sieht hier aber die Verwaltung in der Pflicht. Die Einigkeit beim kostenlosen Kurzzeitparken (15 Minuten sind umsonst) durchbrach nur Christoph Wach (Grüne). „Wir sind generell für eine Parkscheibenlösung in der ganzen Stadt. Dann könnten die Parkscheinautomaten abgebaut werden.“ Diese Meinung hatte er exklusiv. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, den einjährigen Probebetrieb der Brötchentaste zur unbefristeten Einrichtung zu machen.
Was im Ausschuss nicht zur Sprache kam, war das Thema Parkbewirtschaftungskonzept. Deshalb wurde auch nicht über die Idee von Wolfgang Sasse diskutiert, zwei 460-Euro-Kräfte als Kontrolleure einzustellen. Nach der Pensionierung des Kontaktbeamten Karl-Heinz Steuer wird in der Stadt weniger kontrolliert. Die Knöllchen von Steuer gingen zwar an die Landkreis-Kasse, sorgten aber für mehr Verkehrsmoral in der Stadt. Städtische Politessen (oder 460-Euro-Kontrolleure) würden hingegen zugunsten der Stadtkasse Knöllchen verteilen. Vorerst kontrolliert nur noch eine Teilzeit-Politesse.
Dafür stand im Ausschuss bereits Weihnachten wieder vor der Tür. Genauer gesagt der Weihnachtsmarkt. Um den bewerben sich neben dem Schaustellerunternehmen Bode, dass die vergangenen sechs Jahre Ausrichter war, nun auch Wildeshauser Wirte. „Wir wollen eine heimelige Atmosphäre“, sagte Wirtesprecher Frank Stauga. Edlere Buden und Stände, abgestimmte Gastronomie, Kunsthandwerk und niveauvolle Aktionen für Kinder schweben ihm vor. Allerdings: Die Wirte wollen den Markt auch verkürzen – vom 12. bis zum 21. Dezember.
Die Twistringer Firma Bode würde wohl beim bisherigen Zeitraum bleiben. In Sachen Deko und Buden sei man auch gesprächsbereit. Wer den Zuschlag bekommt, darüber wird weiter verhandelt. Mehr zur Sitzung in der Sonnabend-Ausgabe der NWZ .
