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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Broetje erwartet Stärkung durch Chinesen

17.08.2016

Rastede Der Luft- und Raumfahrtzulieferer Broetje-Automation (BA) aus Rastede verspricht sich von der Übernahme durch den chinesischen Mischkonzern Shanghai Electric eine weitere Stärkung des Geschäfts. Shanghai Electric sei ein „strategischer Investor“, der sich langfristig engagieren und die internationale Weiterentwicklung von Broetje-Automation vorantreiben wolle, sagte Broetje-Geschäftsführer Bernd Schröder am Dienstag im Gespräch mit dieser Zeitung.

Er betonte abermals, dass die Chinesen unter den verschiedenen Interessenten der „Wunschpartner“ gewesen seien. Unter dem neuen Eigentümer werde Broetje-Automation als Unternehmen das „größtmögliche Maß an Eigenständigkeit“ behalten können, sagte Schröder.

„Broetje-Automation wird von Shanghai Electric als Kern einer neuen Business-Unit gesehen“, erklärte der BA-Geschäftsführer. Der chinesische Mischkonzern ist bislang u.a. in den Bereichen regenerative Energien, Industrieausrüstungen und Dienstleistungen tätig. Der Luftfahrt-Bereich soll als neues Geschäftsfeld aufgebaut werden.

Bei Broetje selbst seien „weder kurz- noch mittelfristig“ Änderungen geplant, so Schröder. „Sowohl das bisherige Management als auch die Standorte bleiben erhalten“, betonte er. Auch am Namen des Unternehmens soll sich nichts ändern.

Am Montag war bekanntgeworden, dass Shanghai Electric das Unternehmen mit seinen rund 850 Mitarbeitern, davon etwa 450 in Rastede, von der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) übernimmt. Der Transaktionswert wurde mit insgesamt 200 Millionen Euro angegeben. Dabei werde ein Kaufpreis von rund 173,5 Millionen Euro von den Käufern an die Verkäufer gezahlt, so Shanghai Electric.

Broetje-Automation produziert unter anderem Nietmaschinen und -anlagen, mit denen große Elemente eines Flugzeugs wie Rumpf, Flügel und Cockpit aus Metall oder Kohlefaser automatisch genietet, gefügt und montiert werden können.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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