BRüSSEL/BREMEN - Die belgische Brauereigruppe Inbev sorgt für reichlich Gesprächsstoff in der Branche. Der Besitzer der Marken Beck´s (Bremen), Diebels und Stella Artois ist bereit, einen dicken Batzen Geld auszugeben, um seinen amerikanischen Konkurrenten Anheuser-Busch (Budweiser), den Marktführer in den USA, zu schlucken.
Die bislang in der globalen Rangliste hinter SAB Miller (Pilsener Urquell) auf dem 2. und dritten Platz liegenden Konkurrenten Inbev und Anheuser würden zusammen mit Abstand die größte Brauergruppe der Welt bilden – und zugleich den fünftgrößten Konsumgüterkonzern. Gemeinsam produzieren die beiden Brauer 460 Millionen Hektoliter (36,4 Milliarden Dollar Umsatz). Zum Vergleich: In Deutschland kommen gerade einmal zwei Prozent der Brauereien auf einen Ausstoß von mehr als einer Million Hektoliter.
Pro Aktie bieten die Belgier 65 Dollar, eine satte Prämie von 35 Prozent auf den Aktienpreis vor Beginn von Spekulationen über einen Schulterschluss. Insgesamt würde Anheuser-Busch 46 Milliarden Dollar kosten. Der Beck’s-Konzern erklärte, sich das nötige Geld bereits über Kreditzusagen gesichert zu haben. Damit sich der Deal rechnet, müsste der neue Gigant der Bierbranche massiv von seiner Marktmacht profitieren. Anheuser-Busch etwa könnte dann die Vertriebswege von Inbev nutzen.
