Brüssel - Die beiden US-Chemiegiganten Dow und DuPont bekommen für ihre geplante Fusion grünes Licht aus Brüssel, allerdings unter Auflagen. So muss DuPont einen großen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen, sagte EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Montag. Profitieren könnte einer der Wettbewerber, womöglich der deutsche Chemiekonzern BASF.

Schädlingsvernichter seien für Landwirte, Verbraucher und Umwelt ein wichtiges Thema, sagte Vestager. Funktionierender Wettbewerb sei wichtig, damit die Unkraut- und Schädlingsmittel zu günstigen Preisen zur Verfügung stünden und neue, verträglichere Produkte entwickelt würden.

Dow Chemical und DuPont hatten ihre Fusionspläne Ende 2015 öffentlich gemacht. Nach der Billigung durch die EU-Kommission werde der Zusammenschluss aber noch in den USA und in China geprüft. Vestager sagte, die EU-Kommission stehe bei dem Fall in enger Verbindung zum US-Justizministerium. Sie könne aber nicht sagen, ob dort ähnliche Bedenken herrschten wie in Brüssel. Rein rechnerisch würde DowDuPont laut Daten von 2014 mit fast 110 000 Mitarbeitern zunächst auf einen Umsatz von mehr als 86 Milliarden Dollar kommen.