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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Waschmaschine & Co. sollen länger halten

02.10.2019

Brüssel Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernsehgeräte müssen länger arbeiten. Dies hat die Europäische Kommission in Brüssel am Dienstag beschlossen. „Die neuen Anforderungen werden die Lebensdauer von tagtäglich genutzten Geräten, die derzeit viel zu schnell kaputtgehen, verlängern“, sagte Monique Goyens, Generaldirektorin des Europäischen Verbraucherverbandes (BEUC), zu den insgesamt zehn Verordnungen aus Brüssel, die in knapp einem Monat in Kraft treten.

Das Schlüsselwort heißt: Reparieren statt wegwerfen. So sollen künftig Ersatzteile für Kühlgeräte mindestens sieben, Türdichtungen für diese Produkte sogar zehn Jahre erhältlich sein. Bei Austauschteilen für Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler ist ebenfalls eine Mindestfrist von zehn Jahren vorgesehen.

Hinzu kommt: Die Hersteller müssen die Ersatzteile innerhalb von 15 Tagen bereitstellen. Ein Austausch soll „mit allgemein erhältlichen Werkzeugen“ möglich sein, „ohne dass das betreffende Gerät dauerhaft beschädigt wird“.

Neben Kühlschränken, Waschmaschinen, Trocknern, elektronischen Displays (hierzu zählen auch TV-Geräte) gelten die Verordnungen für Lampen, externe Netzteile, Elektromotoren sowie Kühlgeräte in den Geschäften, Leistungstransformatoren und Schweißgeräte. In Brüssel geht man davon aus, dass „durch diese Maßnahmen die europäischen Haushalte jährlich durchschnittlich 150 Euro sparen und bis 2030 Energie in Höhe des jährlichen Verbrauchs Dänemarks“ weniger verbrauchen, betonte der für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Kommissions-Vize Jyrki Katainen.

Dazu tragen weitere technische Vorgaben bei, die mit den Herstellern vereinbart wurden. So gelten künftig Höchstmengen für den Wasserverbrauch beim Waschen oder Spülen, wobei ein niedriger Verbrauch nicht zu minderer Qualität führen darf.

Die neuen Konditionen müssen dem Verbraucher deutlich gemacht werden: Die bereits bekannten farbigen Labels auf den Geräten werden ausgeweitet und listen künftig die Leistung der Produkte detailliert auf. „Diese neuen Anforderungen sind ein Instrument, mit dem sichergestellt werden soll, dass sich alle Akteure an die gleichen Regeln halten und das Konzept der Kreislaufkultur voranbringen“, betonte der Generaldirektor des Verbandes der Europäischen Haushaltsgeräte-Industrie (APPLiA), Paolo Falcioni.

Dazu soll vor allem die Vorgabe beitragen, dass die Haushaltsgeräte am Ende leichter recycelbar werden. „Kunden können zukünftig leichter vergleichen, mit welchem Gerät sie besser Energie und Geld sparen können“, begrüßte die SPD-Europaabgeordnete Delara Burkhardt aus dem Umweltausschuss die neuen Beschlüsse.

Damit will Brüssel den Verbraucher in die Maßnahmen zum Klimaschutz einbinden. Denn Haushaltsgeräte, so die Kommission, gehören zu den großen Energiekonsumenten und sind mitverantwortlich für den hohen Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid. Mit den Vorschriften können bis 2030 jährlich 167 Milliarden Kilowattstunden Strom gespart werden. Das entspricht einem Rückgang des CO2-Ausstoßes um 46 Millionen Tonnen – vorausgesetzt, die Bürger spielen mit.

Der Rahmen für die Vorschriften ist die seit langem geltende Ökodesign-Richtlinie. In Kraft treten sollen sie im Jahr 2021, sofern jetzt kein Widerspruch der EU-Staaten oder des EU-Parlaments kommt.

Detlef Drewes Redaktion Brüssel /
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