BRüSSEL - Nach Autos und Flugzeugen gerät nun auch der Schiffsverkehr ins Visier der Klimaschutzpolitik. Pläne der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), den Ausstoß von schwefel- und stickstoffhaltigen Abgasen sowie Kohlendioxid (CO2) spürbar herunterzufahren, werden vom Verband Deutscher Reeder begrüßt (VDR).
Nachdem im Herbst bereits die Ostsee zur „Schwefel-Schutzzone“ erklärt wurde, sollen in Kürze auch Nordsee und Mittelmeer folgen. „Die Reeder müssen den Hebel umlegen – von Schweröl auf sauberen Kraftstoff“, sagt VDR-Sprecher Max Johns.
Auch die EU sagt Luftverschmutzern auf hoher See den Kampf an. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas will die Richtlinie für den Emissionshandel mit CO2-Verschmutzungsrechten bis Jahresende gründlich überarbeiten. „Die Schifffahrt wird dann erstmals in den Emissionshandel einbezogen“, sagt EU-Sprecherin Barbara Helfferich. Ein Vorhaben, das im EU-Parlament Zustimmung findet.
Die deutschen Reeder fürchten höhere Umweltschutzauflagen nicht. Mit Stolz verweist der VDR darauf, dass die deutsche Handelsflotte mit einem Durchschnittsalter von sieben Jahren die jüngste und modernste ist. Eine ökologische Spitzenstellung.
