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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Geht es Plastikgeschirr an den Kragen?

28.05.2018

Brüssel Im Kampf gegen Plastikmüll greift das von der EU-Kommission geplante Verbot einzelner Produkte wie Plastikgeschirr oder Strohhalme aus Sicht der Grünen zu kurz. Helfen könne nur eine systematische Sammlung und Wiederverwertung des Abfalls, sagte der Europa-Abgeordnete Martin Häusling. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger bekräftigte seine Pläne für eine Abgabe auf nicht verwerteten Plastikabfall.

Die Kommission präsentiert am Montag nach Oettingers Worten „eine Liste mit verzichtbaren Produkten, die man eigentlich verbieten könnte“. Der Richtlinien-Entwurf ist inoffiziell bereits seit einigen Wochen bekannt. Demnach stehen auf der Verbotsliste Plastikgeschirr und -besteck, Strohhalme, Wattestäbchen und Ballonhalter.

Darüber hinaus sieht der Entwurf eine Beteiligung von Herstellern bestimmter Produkte an Kosten für Umweltsäuberung und Informationskampagnen vor. Für alle EU-Staaten soll zudem die Zielmarke gelten, bis 2025 mindestens 90 Prozent der Plastikgetränkeflaschen zur Verwertung zu sammeln, wenn nötig mithilfe eines Pfandsystems, wie es Deutschland schon seit 2003 hat. „Plastik ist das neue Umweltproblem, auf den Weltmeeren ebenso wie in unseren Städten“, sagte Oettinger. „Über die Weltmeere gelangt es in die Nahrungskette, so nehmen wir täglich kleinste Plastikpartikel zu uns.“ Europa und Deutschland produzierten zu viel Kunststoff, der nicht wiederverwertet werden könne. Das Maßnahmenbündel der Kommission solle gegensteuern.

Das Bundesumweltministerium unterstützt die Pläne der EU-Kommission. „Wir brauchen keine Plastik-Wegwerf-Artikel, für die es bereits gute Alternativen gibt“, sagte Umweltstaatssekretär Florian Pronold dieser Zeitung.

Den Plan, von Mitgliedsstaaten je Kilo nicht recyceltem Plastikabfall eine Abgabe von 80 Cent zu verlangen, hatte Oettinger Anfang Mai vorgestellt. Dies soll EU-Staaten einen Anreiz bieten, für mehr Wiederverwertung zu sorgen. Jährlich fielen in Europa 25,8 Millionen Tonnen Plastikabfall an, von denen weniger als 30 Prozent zur Verwertung gesammelt werden.

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