Oldenburg - Ein festes Datum soll künftig der beliebte Bürgerbrunch im städtischen Veranstaltungskalender haben: Jeweils am ersten Sonntag nach dem Sommerbeginn sollen die Sonnenschirme aufgespannt und die Tische gedeckt werden.

„Von Bürgern für Bürger“ – so beschrieb Dietmar Schütz noch einmal die Kernbotschaft der Oldenburgischen Bürgerstiftung, als deren Markenzeichen er während einer Pressekonferenz den gemeinsamen Brunch beschrieb.

Der ehemalige Oberbürgermeister dieser Stadt hatte das Amt des Vorstandsvorsitzenden am 1. Juli von Gründungsmitglied Hans-Rudolf Finger übernommen. Neu in den Vorstand gewählt wurden Jana Blaney (kommissarische VHS-Leiterin) und Frank Henschel (Vermögensverwalter). Für die Finanzen zeichnet weiterhin Heinrich Engelken (Bremer Landesbank-Vorstand) verantwortlich.

Die Zahl der 110 Stifter, die derzeit notiert sind, würde Schütz gern auf 200 steigern, damit auch die Bilanzsumme von 422 000 Euro weiter wächst. „Wir suchen also Zustiftungen und Sponsoren für unsere Aktionen“, sagte er. Gesetzt wird auch darauf, dass möglicherweise Menschen, die keine Verwandten haben, ihr Vermögen in die Bürgerstiftung einbringen.

Denn für die Aktionen dürfen nur die – derzeit sehr niedrigen – Zinsen des Kapitals und Spenden aufgewendet werden. Gesucht werden aber auch noch Ehrenamtliche, die bei den Aktionen der Bürgerstiftung mithelfen möchten.


Als Erfolg wird etwa wieder die Schultüten-Aktion verbucht (NWZ  berichtete), bei der jüngst 120 Schultüten verteilt wurden. Aus Sicht des Stiftungsvorstands verbindet diese Aktion auch die Generationen, da die Schultüten in Seniorenheimen gebastelt worden waren.

Für die nächsten Monate hat man sich vor allem Aktionen für Kinder und Jugendliche vorgenommen. Da kommt zum einen nach den Sommerferien der Slogan „Schule in Bewegung“ groß raus. An drei Grundschulen wird im September damit gestartet. Zum anderen geht es auch um Chancengleichheit.

Am 9. Oktober geht es dann gemeinsam mit dem Präventionsrat auf einer Fachtagung mit Experten um das Thema „Welche Übermorgenstadt brauchen unsere Kinder?“ Dabei soll auch erörtert werden, wie bürgerschaftliches Engagement Kinder und Familien unterstützen kann. Darüber hinaus will man Hausarbeitenhilfe und Kulturaktionen für Kinder organisieren.