BüHREN - Sie heißen „Osiris“, „Richard VIII“ oder „Louis II“: Straßenlaternen mit diesen wohl klingenden Namen könnten schon bald die Wege in den Wildeshauser Bauerschaften beleuchten. Bei seiner dritten Sitzung beschäftigte sich der Hauptarbeitskreis zur Verbunddorferneuerung „Auetal/Pestruper Heide“ mit der neuen Beleuchtung. Acht unterschiedliche Laternen, die probeweise in Bühren installiert worden sind, sah sich das Gremium an. Am Ende fiel die Vorauswahl auf vier Leuchten.

Die „sehr sachliche und gute Diskussion“ lobten Ulrich Fortmann, Leiter des Fachbereichs Bau, und Susanne Plas­pohl-Rademaker vom Planungsbüro Mumm. Auch Kriterien wie eine unsinnige Beleuchtung gen Himmel wurden am Montagabend in die Debatte eingebracht. Energieeffizienz und gute Handhabbarkeit spielten eine Rolle. Die Leuchten sollen in vier bis fünf Metern Höhe angebracht werden, damit landwirtschaftliche Fahrzeuge bequem vorbeifahren können.

Vier Leuchtmittel standen zur Auswahl: die Natriumdampf-Hochdrucklampe (HSE), die bekannte weiße Kompaktleuchtstofflampe (TC-L), die moderne LED und die Metallhalogendampfhochdruck-Lampe (HIT). „HIT gilt als sehr wartungsarm“, wusste Plaspohl-Rademaker. Fortmann zufolge sei allen Beteiligten eine „warme Lichtfarbe“, um die 3000 Kelvin, wichtig gewesen. Eine kalte, tageslichtähnliche Farbe (6000K) kam nicht in Frage. Bei der Vorauswahl fiel die Mastleuchte „City Spirit“ mit LED-Technik raus – auch weil LED deutlich teurer sei.

Die meisten Stimmen fielen auf die tannengrünen Mastleuchten „Richard VIII“ und „Louis II“. Hier kostet der knapp fünf Meter hohe Mast 382 Euro. Für die Leuchte selbst kommen noch einmal 392 bzw. 360 Euro dazu. Auf Gefallen stießen auch die Leuchte „Osiris 2315“ vom Hersteller Indal und die Schirmleuchte Vulkan. Sie kostet allerdings schon 748 Euro (ohne Mast). Die Energiekosten liegen bei allen Herstellern zwischen 26,34 und 28,09 Euro bei 4093 Brennstunden pro Jahr (0,143 /KWh). Insgesamt sollen 120 Leuchten für die Wildeshauser Bauerschaften angeschafft werden. Die bisherigen Plätze sollen Fortmann zufolge beibehalten werden. Um die „Wildeshauser Leuchte“ zu finden, folge nun ein Ausschreibungsverfahren.

Der Arbeitskreis Verbunddorferneuerung informierte sich zudem über das geplante Buswartehäuschen in Bühren sowie die Info-Tafeln, die in allen Orten aufgestellt werden sollen. Für die Maßnahme in Bühren, dazu gehöre die Ortsdurchfahrt, stehe ein Budget von 120 000 Euro bereit.


hat der Arbeitskreis aus acht installierten Straßenlampen getroffen. Kosten und Energieeffizienz spielten eine Rolle. Am meisten Punkte sammelten die Leipziger Leuchten „Richard VIII“ und „Louis II“.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent