BüHREN - Die Vernetzung plattdeutscher Aktivitäten in der Region hat Stefan Meyer, Plattdeutschbeauftragter der Oldenburgischen Landschaft, bei der Frühjahrsversammlung des „Plattdeutschen Krings“ als oberste Priorität bezeichnet. „So können wir Plattdeutschen wirkungsvoll agieren“, sagte Meyer im Saal „Frieling“ (Bühren).
Neben dem Vernetzungsgedanken seien Aktionen in Kindergärten und Schulen notwendig, so Meyer. „Um die plattdeutsche Sprache und das Saterfriesische im Oldenburger Land voranzubringen, müssen beide Sprachen von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter im Bewusstsein der Menschen sein.“ Auch sollen die in der Europäischen Sprachencharta bestehenden Rechte für Minderheiten- und Regionalsprachen geltend gemacht werden. Geplant ist zudem ein Ausbau von Projekten, wie der Postkarten Kampagne „Platt ist cool!“ und des Kulturfestivals „Platt Art“.
Für erforderlich hält der „Kring“-Vorsitzende Rudi Timphus die Berufung ehrenamtlicher Plattdeutschbeauftragter bei Kreisen, Städten und Gemeinden sowie bei Heimatvereinen. Dieses Ziel soll mit der Oldenburgischen Landschaft verfolgt werden.
Erfreut zeigte sich der „Kring“, dass das plattdeutsche Wörterbuch „Use Wörkbauk“ (Startauflage: 1000 Exemplare) nach sechs Wochen fast vergriffen ist. Eine zweite Auflage soll folgen sowie Pläne für die„Hochdeutsch-Plattdeutsch-Fassung“. Einbinden will sich der „Kring“ in die Erstellung eines heimatkundlichen Internet-Schulportals durch den Heimatbund Oldenburger Münsterland. Ferner laufen die Arbeiten für ein Liederbuch und eine CD „up platt“ auf Hochtouren. Etwa 30 Titel haben Hildegard Tölke und Anni Janzen gesammelt und gesichtet.
