Bühren - Wenn Landwirt Ralf Stöver aus seinem Garten sieht, blickt er auf ein buntes Blütenmeer. Der Landwirt aus Bühren hat auf rund zwei Hektar Fläche Blühstreifen angelegt. Die Pflanzen stehen nun zum Teil in voller Blüte und locken viele Insekten an. Da liegt es nahe, dass diese Flächen auch für Imker interessant sind. „Die Blühstreifen bieten Insekten Nahrung und schaffen Rückzugsräume für Wildtiere“, erklärt Stöver.

Er arbeitet mit dem befreundeten Imker Harald Wulferding zusammen, der am Rande der Flächen seine Bienenvölker aufgestellt hat. „Hier stehen vor allem junge Völker, die sich erst noch entwickeln müssen. Für diese Völker ist die Fläche ideal, weil sie einfach zu erreichen ist und es ein großes Nahrungsangebot gibt“, erklärt Wulferding.

Auf der Fläche wurden Pflanzen wie Phacelia, Sonnenblumen, Buchweizen und Ölrettich ausgesät. Die Aussaat wird durch das niedersächsische Agrarumweltprogramm gefördert. „Ich habe Flächen ausgewählt, die von der Straße nicht zu sehen sind. Es sind drei schmale Streifen entlang von anderen Feldern, die für Maschinen schlecht zu erreichen sind“, berichtet Stöver.

„Wir Imker müssen mit den Landwirten zusammenarbeiten, denn nur so kann man gemeinsam etwas erreichen“, so Wulferding. Stöver, der auch Jäger ist, sieht neben den Insekten auch einen Vorteil für das Wild.

Eine Reihe dieser Blumen möchte er für nächstes Jahr als mehrjährigen Blühstreifen stehen lassen.