BüMMERSTEDE/SANDKRUG - BÜMMERSTEDE/SANDKRUG - Nichts für schwache Nerven war der Hilfstransport, den der Sandkruger Malteser-Hilfsdienst in der vergangenen Woche nach Weißrussland gebracht hat. Für Norbert Tenkhoff, Arend Rogge, Friedrich Taubert, Bernd Weyhausen, Uwe Klaener, Thomas Möhle, Birte Brunken, Matthias Niehues, Elisabeth Schwindt, Monika Zilles und Aloys Schmiegelt gestalteten sich nicht nur die langwierigen Zollformalitäten strapaziös, Kräfte zehrend war auch der Umgang mit Not und Elend, die in Weißrussland allgegenwärtig sind.
So wurden die Helfer der Malteser diesmal von ihrem örtlichen Partner, der Caritas, mit zahlreichen bedrückenden Einzelschicksalen konfrontiert: Besucht wurden beispielsweise eine junge Familie, die mit sechs Kindern das siebte ist unterwegs und der Oma in zwei Räumen lebt, und eine 83-jährige Frau, die sich alleine um ihre beiden körperlich und geistig behinderten Enkelkinder kümmern muss. Über die Caritas erreichen wir eine größtmögliche Anzahl von behinderten und bedürftigen Menschen, weiß Aloys Schmiegelt, der die Weißrussland-Hilfe koordiniert.
Güter im Wert von mehr als 40 000 Euro wurden nach Voronowo, Slonim und Grodno transportiert. Für die Menschen dort bringen wir wahre Wunderdinge, beschreibt Schmiegelt das Staunen, wenn etwa 2400 Packungen mit Ciabatta-Broten abgeladen werden. Ihren größten Coup landeten die Malteser mit einem Ford Transit der behindertengerecht ausgestattete Kleinbus, der von der Caritas in Voronowo mit Begeisterung in Empfang genommen wurde, wird künftig für ein Kinderheim eingesetzt.
Wir geben Menschen in zwei Landkreisen und einer großen Stadt ein Stück Würde und Hoffnung, sagt Schmiegelt über die von den katholischen Kirchengemeinden St. Ansgar (Sandkrug) und St. Josef (Bümmerstede) getragene Hilfsaktion. Allerdings ist das Konto nach diesem Transport nahezu leergeräumt. Malteser-Geschäftsführer Jürgen Lueken hofft daher auf weitere Unterstützung, damit Mitte November der nächste Transport rollen kann.
