BüMMERSTEDE - Zum Konvoi gehören zwei Sattelzüge und ein Lastwagen. Ein Ford Transit wird einem Kinderheim zur Verfügung gestellt.

Von Stephan Onnen

BÜMMERSTEDE - Arend Rogge ist der weiße Ford Transit richtig ans Herz gewachsen. Der ehrenamtliche Helfer der Sandkruger Malteser hat den für 5000 Euro gekauften Neunsitzer in den vergangenen fünf Wochen auf Vordermann gebracht. „Die ganze Familie hat das Fahrzeug geschrubbt“, lacht Rogge. Auch seine vier und sechs Jahre alten Söhne und deren zweijährige Schwester haben fleißig mitgeholfen, damit der auf Hochglanz polierte Kleinbus seine Reise nach Weißrussland antreten kann. Er gehört zum Hilfskonvoi, den die Malteser von Sandkrug nach Voronowo und Slonim bringen.

Der aus Stiftungsmitteln der Sparkasse Frankfurt finanzierte Ford Transit wird der Caritas in Voronowo übergeben und soll für ein Kinderheim eingesetzt werden, in dem 60 Kinder – darunter 18 mit Mehrfachbehinderungen – untergebracht sind. Arend Rogge hat das Fahrzeug mit Unterstützung der Behinderten-Automobile Oldenburg GmbH für diesen Zweck ausgestattet. Die Autolackiererei Gerdes aus Varel bescherte dem sieben Jahre alten Gefährt frische Farbe, neue Sitze kamen von der Autosattlerei Büker (Oldenburg). Bei der Motorinstandsetzung half die Firma Kirsch (Tweelbäke). Rogge, der im Autohaus „Die Zwei“ (Oldenburg) den technischen Bereich leitet, durfte die Werkstatt seines Arbeitgebers nutzen. Sämtliche Firmen haben den Maltesern ihre Unterstützung unentgeltlich zuteil werden lassen.

Am Steuer des Fords sitzt der Ortsbeauftragte der Sandkruger Malteser, Norbert Tenkhoff. Der Apotheker nimmt sich für die Tour ebenso wie Arend Rogge, Friedrich Taubert, Bernd Weyhausen, Uwe Klaener, Thomas Möhle, Birte Brunken und Matthias Niehus und Elisabeth Schwindt, die als Dolmetscherin fungiert, eine Woche frei. Monika Zilles von der Oldenburger Caritas gehört ebenfalls der Delegation an, die – wie immer – vom Auslandsbeauftragten des Malteser-Hilfsdienstes, Aloys Schmiegelt, angeführt wird.

Die Gruppe bringt Hilfsgüter im Wert von rund 40 000 Euro nach Weißrussland. Transportiert werden vornehmlich Lebensmittel im Gesamtgewicht von drei Tonnen. Auch Bettwäsche, Schlafanzüge für Kinder, eine Waschmaschine, ein Kühlschrank, Kleidung und Computer gehören zur Ladung.


Neben dem Ford Transit besteht der Konvoi aus einem von der Dekra Akademie Vechta zur Verfügung gestellten Sattelzug, einer kostenlos von der Fahrzeugvermietung Mill Car (Oldenburg) überlassenen Zugmaschine mit Auflieger der Spedition Meyer (Emstek) sowie einem Malteser-Bulli plus Anhänger. Hinzu kommt noch ein Lastwagen, den das Möbelhaus Neemann aus Vechta den Maltesern ausleiht.

Beim Beladen hat die Kolpingsfamilie Oldenburg wertvolle Hilfe geleistet. „Wir werden von einer breiten Basis unterstützt“, freut sich der Geschäftsführer der Malteser, Jürgen Lueken. Das zeigte sich auch darin, dass der evangelische Pastor Lars Dede dem Transport am vergangenen Sonnabendmorgen den Reisesegen gab.

Arend Rogge hat übrigens nicht nur den Ford flott gemacht, sondern auch eine Motorsäge organisiert. Eine Ordensschwester in Grodno wünscht sich das Gerät.