Leer - In der Diskussion um Personalkosteneinsparungen bei der Leeraner Bünting-Gruppe (u.a. Combi, Famila) hat die Gewerkschaft „Verdi“ kritisiert, dass auf Beschäftigte Druck ausgeübt werde, die neuen Konditionen anzunehmen. „Wir fordern Bünting auf, den Druck auf einzelne Beschäftigte sofort zu beenden“, sagte David Matrai vom „Verdi“-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen am Donnerstag. „Wer im Fall einer Ablehnung der Maßnahmen mit Kündigung droht, schürt ein Klima der Verunsicherung und Angst.“
Bünting hatte angekündigt, die Arbeitszeiten um eine Stunde pro Woche ohne Lohnausgleich zu verlängern, Lohnbestandteile in Warengutscheine umzuwandeln und die Löhne vom Tarifniveau entkoppeln zu wollen. Das Unternehmen hatte betont, dass die Arbeitnehmer auf freiwilliger Basis über eine Zustimmung oder Ablehnung entscheiden könnten.
Bünting-Sprecherin Tina Fahrenbach wies die Vorwürfe zurück: „Eine Solidarität ist freiwillig und wird weder zum jetzigen Zeitpunkt noch in Zukunft erzwungen. Jeglicher Vorwurf etwaiger Androhung von Konsequenzen entbehrt jeder Grundlage.“
