Friesoythe - Das „Leader“-Förderprogramm der EU stärkt die nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume Niedersachsens. Für die kommende Förderperiode bis 2020 stehen Fördermittel in Millionenhöhe zur Verfügung. In den Genuss dieser Fördermittel möchte auch die Region Soesteniederung, bestehend aus den Städten Cloppenburg und Friesoythe sowie den Gemeinden Bösel, Cappeln, Emstek, Garrel, Molbergen und Saterland kommen.
Aus 50 Regionen werden letztlich 40 ausgewählt, die die Fördermittel erhalten. Ehe es jedoch soweit ist, muss bis 2015 zunächst ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) erstellt und vorgelegt werden.
An diesem REK sollen die Bürgerinnen und Bürger der Region beteiligt werden. Dies soll auf den Zukunftskonferenzen ermöglicht werden. Am Dienstagabend fand diese bereits in Cloppenburg statt, an diesem Donnerstag, 9. Oktober, wird sie in Friesoythe stattfinden.
Von 19 bis 21 Uhr sind Bürger dazu eingeladen, sich im Forum am Hansaplatz an der Entwicklung der Region zu beteiligen. Ab 18.30 Uhr ist Einlass. Beginnen wird die Konferenz mit der Begrüßung durch Bürgermeister Johann Wimberg. Anschließend werden Roland Stahn und Birte Adomat vom Regionalmanagement-Team der Grontmij GmbH über den Ablauf und das Ziel der Veranstaltung informieren. „Die Bürger sollen sagen, was sich in der Region verändern soll“, so Roland Stahn.
Bei dem REK zähle vor allem ein kreatives Vorgehen. Darauf komme es schließlich auch beim „Leader“-Programm an: Ideenreichtum. Aus diesem Grund sollen die Bürger kreativ werden: Sie werden an dem Abend in Gruppen à vier bis fünf Leute eingeteilt. „Dann sollen sie ihre Wünsche und Vorstellungen für die Region auf ein Blatt Papier zeichnen“, erklärt Stahn. Dabei komme es weniger auf das künstlerische Talent als viel mehr auf die rege Beteiligung an.
Letztlich würden sie – Roland Stahn und Birte Adomat – lediglich die Hilfestellung zum REK geben. Die Bürger selbst seien schließlich die „Experten“ für ihre Region. Die Vorschläge würden anschließend ausgewertet und schriftlich festgehalten. Auch die kreative Vorgehensweise werde dokumentiert. Der Region stünden, sollte sie ausgewählt werden, 2,4 Millionen Euro zur Verfügung, erläuterte Stahn.
