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HAUSBESUCH Viel Glas für das Wohnen im Grünen

THOMAS HUSMANN

BüRGERFELDE - Frühstück im Osten, Mittagessen im Süden, Abendbrot im Westen: Anke Hanft und Siegfried Grubitzsch folgen in ihrem Haus dem Lauf der Sonne. Große, bis auf den Boden reichende Fensterfronten geben den Blick in den Garten frei und lassen viel Licht hinein.

„Der Garten ist erlebbar, man lebt im Garten“, fasst der emeritierte Psychologieprofessor und ehemalige Präsident der Universität Oldenburg die Vorzüge des Hauses zusammen, das er gemeinsam mit seinem Sohn Sören Hanft entwickelt hat. Der lebt in Berlin und betreibt gemeinsam mit Jens Casper ein Architekturbüro. Die Planung hat sich über Jahre hingezogen – und ausgezahlt: Das in sich verschachtelte Haus wurde mit dem Landespreis des Bundes deutscher Architekten prämiert.

„Das Haus ist lupenrein auf die Bedürfnisse seiner Nutzer zugeschnitten“, sagt Grubitzsch, der sich gemeinsam mit Ehefrau Anke Hanft mit Konzeption und Bau einen Lebenstraum erfüllt hat. In der alten Wohnung hat Sören Hanft die Wege-Frequenz und Raumnutzung analysiert, unterteilt in die Bereiche Arbeit und Freizeit. „Mein Mann ist ein verhinderter Architekt“, wirft Ehefrau Anke Hanft augenzwinkernd ein. Die 56 Jahre alte promovierte Direktorin des Zentrums für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg ist in Bürgerfelde aufgewachsen. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Grundstück, das sich seit Generationen in Familienbesitz befindet, hat sie als Kind gespielt.

Der Neubau stellt sich als Einheit aus zwei miteinander verbundenen Teilen dar, die auch separat und unabhängig voneinander nutzbar sind. Unten wird gewohnt, gekocht und gegessen, im Obergeschoss befinden sich die privaten Bereiche. Die Decken sind 3,70 Meter hoch.

„Garten und Haus durchdringen sich“, schwärmt der Bauherr. Im Zentrum des Wintergartens steht ein alter Olivenbaum, den Grubitzsch zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Beim Gang durch das zu Ostern fertiggestellte Haus tun sich immer wieder neue Bildausschnitte auf, Spiegelungen in den Glasfronten und das Spiel der Sonnenstrahlen üben einen besonderen Reiz aus.


Das Haus bietet „allerhöchsten Freizeitwert. Es gibt viele Ecken zum Sitzen und Plätze. Man kann sich genüsslich entspannen“, freut sich der 69-Jährige – auch im parkähnlichen Garten. Das Schwierigste sei die Auswahl der Baustoffe und die Farbgestaltung gewesen, blickt Grubitzsch zurück, der die Bauleitung dem Oldenburger Unternehmen Knetemann & Partner anvertraute. Zunächst sollte die Fassade verklinkert werden, schließlich entschieden sich die Bauherren für die Verwendung von Holz. Projektleiter Claudius Grothhoff musste viele Herausforderungen meistern. Der Bau ist kein Haus von der Stange.

Mehr Bilder unter a href='http://www.NWZonline.de/fotos-oldenburg

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Aus der Begründung für die Verleihung des Preises

Jury:

Das Haus stellt sich auf den ersten Blick als das dar, was die Bauherren sich wünschten: als Einheit aus zwei miteinander verbundenen Teilen, die auch separat und unabhängig voneinander bewohnbar sind. Sowohl die Grundrisskonfiguration als auch die Fassadengestaltung und -gliederung zeigen eine bewusste, dem „Gartenhaus“ angemessene Befreiung von der Strenge des rechten Winkels. Intimität und Introvertiertheit zeichnen die oberen Bereiche aus.

Architekten:

Das Gebäude wird von Norden über einen 40 Meter langen Weg von der Straße erschlossen. Es hat zwei separate Zugänge, zwei voneinander unabhängige Treppen stellen die Eigenständigkeit der beiden Rückzugsbereiche in den Obergeschossen sicher, die von einem gemeinsamen (rollstuhlgerechten) Gartengeschoss zusammen gehalten und miteinander verbunden werden.
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