BüRGERFELDE - Schön ist sie geworden, die vordere Alexanderstraße. Das Urteil der Besucher der Rollenden Redaktion, die am Donnerstag vor dem Geschäft Evers Schuh- und Fußgesundheit stand, fiel positiv aus – mit Einschränkungen. „Ich möchte mal wissen, wer den Fuß- und Radweg abgenommen hat“, fragte Friedel Janßen. Ab Weskampstraße in Richtung Pferdemarkt sei der Weg sehr uneben. „Man hat den Eindruck, man fährt über ein Waschbrett“, beschreibt der begeisterte Radfahrer. Ruth Mittweg stimmt zu: „Ich bin auch viel mit dem Rad unterwegs. Ich kann diesen Eindruck nur bestätigen.“
Auf eine andere Stelle an der Alexanderstraße bezieht sich Klaus Heinke mit seiner Kritik: „Die Ampelschaltung am Übergang Brookweg/Bürgerbuschweg ist viel zu kurz. Grün hat man höchstens drei Sekunden. Dafür ist die Schaltphase an der Ampel Alexanderstraße/Fliegerhorst sehr lang.“ Auch Iris Jagusch hat schon beobachtet, dass Kinder mitten auf ihrem Weg vom Bürgerbuschweg über die Alexanderstraße wieder zurückgegangen sind. „Sie sehen da auf einmal wieder rotes Ampellicht und das irritiert sie. Es muss einfach länger Grün geben.“
Harald Kressel lobt das neue Erscheinungsbild der Alexanderstraße. „Jetzt müssten nur noch die Schmierereien entlang der Mauer am Gertruden-Friedhof entfernt werden.“ Der Bürgerfelder macht auf einen großen Gefahrenpunkt an der Ecke Alexanderstraße/Nadorster Straße aufmerksam, wo Rad- und Fußwege aufeinander treffen. „Man darf ja mit dem Rad vom Pferdemarkt entlang der Heiligengeiststraße Richtung Alexanderstraße fahren. Man sollte hier Piktogramme und Richtungspfeile anbringen. Besonders kritisch wird es an der Gertrudenkreuzung, wo sich Radfahrer und Fußgänger aus mehreren Richtungen begegnen.“
Das sieht auch Wolfgang Krämer so: „Gleichzeitig Grün haben die Radfahrer, die von der Nadorster Straße kommen und diejenigen, die von der Lindenstraße in Richtung Alexanderstraße fahren. Da kommt man sich ins Gehege. Die Fahrradbeauftragte sollte hier mal entlang fahren.“ Der Bürgerfelder wünscht sich nicht nur hier eine Lösung, sondern auch für die Würzburger Straße. „Da kommt es zum Teil regelrecht zu einem Verkehrschaos, weil man, wegen der versetzten Parkplätze, Slalom fahren muss. Mein Vorschlag: eine Einbahnstraßenregelung stadteinwärts.“
Bessere Beleuchtung am Radweg parallel zum Kleingartengelände Stadtfeld wünscht sich Harald Erichsen. „Ohne Taschenlampe kann man da gar nicht lang. Aber vielleicht wäre Licht auch kontraproduktiv, denn dann würde man den ganzen Schrott sehen, der hier rumliegt.“
Dunkelheit herrscht laut Inge Wiggers auch am Bürgerfelder Teich. „Ich gehe da gern mit meinem Hund spazieren. Es fehlt an Beleuchtung. Vier Laternen würden ja schon ausreichen.“
Ausgefallen ist die Flugsicherungsleuchte auf dem nördlichen Antennenturm auf dem Polizeigebäude am Friedhofsweg. Das hat Christian Röhlig bereits vor geraumer Zeit festgestellt. „Die Bewohner des Viertels sind beunruhigt. Was passiert, wenn zum Beispiel ein Hubschrauber den Turm in der Dunkelheit übersieht?“
Elisabeth Marx findet es „ungünstig, dass die Methadon-Ausgabe an der Nelkenstraße in der Nähe eines Kinderspielplatzes liegt“. Für die Drogenszene müsse es eine Alternative geben. „Vielleicht ein Zentrum mit Waschräumen, Übernachtungsmöglichkeiten, einer Kantine und auch Spritzenräumen.“ Außerdem wünscht sich die Hundehalterin mehr Mülleimer im Viertel. „Um auch den Hundekot dort entsorgen zu können.“ Und noch etwas hätte sie gern: „Anwohnerparkplätze in der Nelkenstraße.“
„Die Bewohner des Stadtviertels
sind
beunruhigt“
Christian Röhlig
