BüRGERFELDE - Der Investor nahm noch einmal Geld in die Hand: Viele Zimmer und Bäder wurden generalüberholt. Die Terrasse und der Biergarten sind neu angelegt.
von Sabine Schicke
und Heinz Arndt
Mit neuem Schwung will das Hotel Heide am Melkbrink wieder bei den Gästen punkten. „Ich bin zuversichtlich, dass das in weiten Bereichen runderneuerte Haus auch bei überregionalen Gästen gut ankommt“, sagte am Dienstag auf Anfrage der NWZ Insolvenzverwalter Dr. Bernd Sundermeier. Das Haus mit 90 Zimmern will sich auch in der Stadt im Drei-Sterne-Bereich positionieren für Tagungen, Feiern und Versammlungen.
Am 6. Februar hatte die LH Hotel Heide GmbH Insolvenz anmelden müssen. Aufgrund der guten Auslastung des Hauses hatte Sundermeier schon damals angekündigt, dass der Betrieb aufrecht erhalten würde, schließlich lagen 800 Buchungen vor. Das eigentliche Insolvenzverfahren war dann erst am 1. Mai eröffnet worden.
Jürgen Wienbreyer, der Delmenhorster Investor, hatte die Immobilie des Oldenburger Traditionshotels erst im Spätsommer 2006 erworben gehabt. Betrieben worden war das Haus allerdings von einem Paderborner Gesellschafter unter dem Namen LH Hotel Heide GmbH, mit dem inzwischen keinerlei geschäftliche Zusammenarbeit mehr vorstellbar ist.
Nach der Insolvenz entschloss sich Wienbreyer, noch einmal tief in die Tasche zu greifen. 22 Zimmer und 25 Badezimmer des in die Jahre gekommenen Hotels ließ er komplett renovieren. Außerdem wurde die Terrasse zu einem Biergarten umgebaut, und das Schwimmbad durch einen Wintergarten erweitert. Auch die Arbeitsabläufe in dem Hotel und die Personalstruktur wurden optimiert. „Damit haben wir jetzt den Grundstein gelegt, um wieder zu alter Größe zurückzukehren“, erläutert Jürgen Wienbreyer, Geschäftsführer der neu gegründeten Betreibergesellschaft L&W Hotel GmbH. Eine neue Heizanlage soll auch den Energiehaushalt noch verbessern.
Hotelmanager Andre Peters leitet das Haus schon seit geraumer Zeit. „Im gastronomischen Bereich wollen wir weg vom rustikalen Look der 80er-Jahre hin zu einem leichten, urbanen Ambiente, entsprechend dem Charakter eines Stadthotels“, erläutert er. „Inhaltlich werden sich Restaurant und Hotel mit wechselnden Themenabenden ergänzen und so kulinarische Besonderheiten den Hotelgästen wie auch den Oldenburger Stammgästen anbieten.
