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BÜRGERMEISTERWAHL Roland Schiefke will ins Rathaus

aus der wirtschaft in die politik

Roland Schiefke

ist 1962 in Wilhelmshaven geboren. Bei der Stadt Wilhelmshaven absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung und anschließend an der dortigen Fachhochschule das Diplom-Studium zum Wirtschaftsingenieur. Es folgten leitende Funktionen bei Philips in Siegen und bei der Spedition Würfel in Bremerhaven, bevor er 1988 zusammen mit Fokke Fels die LIT-Unternehmensgruppe gründete. Ende 2002 ist er aus dem operativen Geschäft ausgestiegen. Schiefke ist verheiratet, zur Familie gehören drei Kinder.

Brake kann mehr aus einen Möglichkeiten machen. Den Bürgern will der 43-Jährige mehr Mitspracherechte einräumen.

von lore timme-hänsel

BRAKE - Brake kann viel mehr. Davon ist Roland Schiefke überzeugt. Gestern hat der 43-Jährige seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt bei den Kommunalwahlen am 10. September bekannt gegeben.

Schiefke tritt als Einzelbewerber an, nachdem er auch bei der SPD als Bürgermeister-Kandidat im Gespräch gewesen ist. „Ich war schon immer parteipolitisch neutral. Was gut und richtig ist, kann man persönlich beurteilen“, bekennt er. Als Bürgermeister sei das ein wesentlichen Vorteil: „Jeder Bürger soll mir mit der gleichen Freiheit gegenübertreten können.“

Brake ist seit 18 Jahren sein Lebensmittelpunkt. Schiefke ist Mitbegründer und Vorsitzender des BrakeVereins. „Der Verein hat bereits eine Menge bewegt“, stellt er ein wenig stolz fest. Der 43-Jährige möchte aber noch mehr bewegen und zitiert in diesem Zusammenhang gerne Jean-Paul Satre: „Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenen.“


Er sei unzufrieden mit dem, was Brake aus seinen Möglichkeiten mache. „Wir haben hier fähige Köpfe und gestandene Familienunternehmen. Die Möglichkeit, im Dialog mit diesen Menschen Lösungen zu finden, ist bisher zu wenig genutzt worden“, meint er. Das will er ändern und hat bereits einen Anfang gemacht mit der Kampagne „Wir sind Brake“.

Als Bürgermeister möchte er den Bürgern mehr Mitspracherecht einräumen und von der nach der Niedersächsischen Gemeindeordnung vorgesehenen Bürgerbefragung häufiger Gebrauch machen. Der Rat müsse sich eine Meinung bilden und Lösungen finden, so Schiefke, aber warum sollte er sich dabei nicht am Bürgervotum orientieren.

Sein Schwerpunktthema im Wahlkampf – und darüberhinaus – ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Brake. „Wirtschaftskraft sichert Arbeitsplätze“, betont er. Der Ausbau der Unterweser sei zwingend erforderlich, ebenso die Hafenerweiterung. Im Bereich des boomenden Holzumschlages möchte er verarbeitende Betriebe ansiedeln. Gefördert werden müsse die Spezialisierung der Innenstadt als Ergänzung zu den Einkaufsmärkten auf der „grünen Wiese“.

Zur Chefsache erklärt Schiefke die Schul- und Freizeitangebote. „Die Vereine in Brake leisten viel, alle Bevölkerungsgruppen zu integrieren“, sagt er. Diese Integrationsarbeit müsse gezielt unterstützt und ausgebaut werden: „Das ist der Schlüssel für eine starke Gemeinschaft, in der sich auch alle sicher fühlen.“

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