Ahlhorn - Der Bürgerverein Ahlhorn wehrt sich gegen den Abbau des Pavillons am Dorfplatz. Das machten die Vorstandsmitglieder Petra Rabius-Hermann, Samuel Stoll und Markus Kinzel bei einem Ortstermin am Montagabend deutlich. Die Gemeinde, so der Bürgerverein, wolle den Pavillon entfernen, da es häufiger zu größeren Menschenansammlungen komme und dadurch teilweise auch zu Vandalismus.

Der Pavillon werde gerne von Jugendlichen als Treff-und Freizeitpunkt genutzt, außerdem sei er schon seit Jahrzehnten für die Sportgruppe Eisstockschießen Ahlhorn ein gern genutzter Treffpunkt und diene immer wieder als Unterstand bei schlechtem Wetter.

Zudem sehe man auch häufig Fahrradgruppen, die auf der Durchreise dort eine Pause machen.

„Mit einem Abbau geht ein Stück Ahlhorner Geschichte verloren und viel wichtiger, das Problem wird nur verlagert“, meint Rabius-Hermann- „Die Jugendlichen würden sich kurzum einen neuen Standort suchen.“

„Hier wäre es sinnvoll, größere Mülleimer aufzustellen und das Gelände mit einer Kamera zu überwachen“, so Stoll. Zurzeit sei der Pavillon auch schlecht einsehbar und nicht ausreichend beleuchtet. Viele Städte hätten Probleme mit Park- und Grünanlagen, oft durch verantwortungsloses Verhalten Einzelner. „Aber dennoch werden diese Anlagen nicht für die Öffentlichkeit geschlossen“, so Kinzel.

Der Bürgerverein Ahlhorn habe ein großes Interesse daran, dass der Pavillon am Dorfplatz bestehen bleibt und für jedermann zugänglich ist, so das Fazit der Vorstandsmitglieder.

Das will die Gemeinde allerdings ohnehin, wie Bürgermeister Thorsten Schmidtke am Dienstag auf Nachfrage der NWZ  betonte. Zunächst handele es sich nur um Gedankenspiele, die tatsächlich aufgrund von zunehmendem Vandalismus im Bereich des Pavillons zustande gekommen seien. Konkrete Pläne zum Abbau gebe es nicht.

Zunächst solle das Thema mit der Politik und selbstverständlich auch mit dem Bürgerverein besprochen werden. „Ohne die Zustimmung des Vereins wollen wir das nicht machen“, versprach Schmidtke. Zudem solle der Pavillon, wenn er tatsächlich abgebaut werde, auf jeden Fall an einem anderen öffentlich zugänglichen Platz wieder aufgebaut werden.