Hohenböken - Hans-Joachim Wallenhorst machte sich und den Hohenbökenern keine Illusionen: „Lärmschutzwände werden wir hier nie kriegen“, prophezeite der Vorsitzende des Bürgervereins Hohenböken mit Blick auf die bevorstehende Lärmsanierung entlang der Bahnstrecke Oldenburg-Bremen. „Also müssen wir gucken, was es sonst für Möglichkeiten gibt“, sagte er am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung.
„Wir bleiben dran“
Hausbesitzer nahe der Bahnlinie können wenigstens auf passiven Schallschutz durch Fenster- und Fassadendämmung hoffen. Wallenhorst setzt aber vielmehr auf neue Technik im Schienenverkehr: Längst gebe es modernere und leisere Standards bei den Bremssystemen. „Ein alter Waggon erzeugt so viel Lärm wie 64 moderne Waggons mit hydraulischer Dämpfung“, rechnete Wallenhorst den Mitgliedern vor. Auch bei Gleisen und Schotterbetten habe die Bahn Möglichkeiten zu erheblicher Lärmreduzierung – sie müsse diese nur stärker und zügiger als bisher umsetzen. „Wir bleiben dran“, versprach der Bürgervereins-Vorsitzende.
Zunächst haben die Hohenbökener aber vordringlichere Projekte: Sobald das Wetter es zulässt, soll mit dem Neubau eines Buswartehäuschens am Müllerweg begonnen werden – ein Fachwerkgebäude mit Pfannendach. Und vielleicht auch noch in diesem Jahr beginnt die Sanierung des Denkmals im Zuge der Dorferneuerung. Da die Förderperiode Ende 2013 ausläuft, sei aber nicht klar, ob für diese Maßnahme noch Mittel zur Verfügung stehen. Ansonsten müsse die neue Förderperiode ab 2014 abgewartet werden. Knapp über 100 000 Euro sind für die Aufwertung des Denkmals eingeplant. Dazu will der Bürgerverein auch selber beitragen, indem er die Namen der Gefallenen mit Leben erfüllt: „Eine Art Chronik“ schwebt dem Vorsitzenden vor, die Besucher über die Schicksale der Menschen aufklärt.
Gut verlaufen seien die Veranstaltungen im vergangenen Jahr, blickte Wallenhorst zurück. In diesem Jahr stehen Ausflüge zur Meyer-Werft nach Papenburg und zu einer Torbrandziegelei auf dem Programm.
Neuer Stellvertreter
Nach drei Jahren mussten die Mitglieder auch wieder einen Vorstand wählen – das war nicht schwer, denn bis auf Silke Hanschen machen alle weiter. Für sie wurde Hendrik Everts zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. An der Spitze bleibt Hans-Joachim Wallenhorst, weiterer Stellvertreter ist Günter Rahden, die Kasse führt Wilfriede Meyer und als Schriftführerin bleibt Manuela Block im Amt.
