BüRSTEL/GANDERKESEE - Der Orts- und Heimatverein wird 50. Vor der Jubiläumsfeier am 12. November werden bereits im Sommer die Türen der Heimatstube geöffnet. Zurzeit laufen die Vorbereitungen.
Von Karsten Kolloge
BÜRSTEL/GANDERKESEE - „Die ist noch voll funktionsfähig.“ Auch ein bisschen Stolz klang durch, als Elfriede Sotta gestern eines der neueren Exponate in der Bürsteler „Heimatstube“ vorstellte: die „Quetsche“, also das Akkordeon vom früheren Ganderkeseer Bürgermeister Helmut Denker. Vielleicht, so sagt die Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee, könne das Instrument ja demnächst mal wieder erklingen. Ein Anlass läge auf der Hand: Der Orts- und Heimatverein wird 50 – und auch die Heimatstube des Vereins wird in die Jubiläumsfeiern eingebunden.Am 8. November 1956 war der Verein in der „Eiche“ gegründet worden. Schwierig gestaltete sich jetzt die Suche nach einem geeigneten Termin zum Feiern. Denn: Der 8. November 2006 ist ein Mittwoch – also ungeeignet. Der folgende Sonnabend ist der 11.11. – das würde mit dem Fasching kollidieren. Und ohnehin war der November umstritten – denn da ist es in vielen Räumen der Heimatstube lausig kalt. Deshalb wird es zwei Termine geben: Im Juli/August findet in der Heimatstube ein Tag der offenen Tür statt, am Sonntag, 12. November, dann im (geheizten) Rathaus, ein offiziellen Empfang.
Zurzeit laufen die Vorbereitungen. Eine Chronik werde es nicht geben, sagte Elfriede Sotta. Sie ist zurzeit dabei, Bilder der Vereins-Mitbegründer zusammenzutragen, dazu will sie einige Informationen aus alten Protokollen stellen.
Parallel wird in der Heimatstube gewirbelt. Nachdem der Vorstand im vorigen Sommer die Ausstellungsfläche unterm Dach erweitert hat, gilt es jetzt, neue Exponate einzusortieren und die Räume für den Tag der offenen Tür herauszuputzen.
Freilich: „Neu“ ist eigentlich eine verkehrte Bezeichnung für die jüngsten Spenden – denn die haben allesamt schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. So schätzt Elfriede Sotta das Alter eines handgefertigten Säuglingsbettes (eine Spende aus Bookholzberg) auf 100 Jahre. Ihre Schwiegertochter Ursel Lenz-Sotta sorgte für eine neue Bespannung und die Ausstattung.
Die Schützenjacke ihres Vaters stiftete Ilse Köster, geb. Kreye. Anneliese Lüdeke übernahm es, das Stück aufzuarbeiten (Sotta zum Ergebnis: „ganz wunderbar auf die Reihe gebracht“), Paul Heise steuerte eine Ankleidepuppe als „Ständer“ bei.
„Gewicht“ hat eine andere Spende: Hans-Hermann Baars überließ der Heimatstube einen großen, von Großvater Johann Menkens stammenden Flaschenzug.
