Frankfurt - Der deutsche Schuldenberg schrumpft. Erstmals seit Beginn der Erhebungen 1991 stand der deutsche Staat zum Ende des vergangenen Jahres weniger tief in der Kreide als zwölf Monate zuvor. Dies lag vor allem am Abbau von Risikopapieren bei den staatlichen Bad Banks um 52 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Dienstag mitteilte. Hingegen habe der Staatshaushalt nach der Maastricht-Abgrenzung nur einen marginalen Überschuss aufgewiesen.
Die Bundesbank bezifferte die deutschen Staatsschulden zum Jahresende 2013 auf 2,147 Billionen Euro nach 2,161 Billionen Euro im Vorjahr. Die Schuldenquote – also der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) – sank von 81,0 Prozent auf 78,4 Prozent. Damit reißt Deutschland wie schon seit Jahren erneut die Hürde von 60 Prozent, die der europäische Maastricht-Vertrag erlaubt.
Auch 2013 hat die Euro-Schuldenkrise den deutschen Staatssäckel belastet. Die zusätzlichen Euro-Hilfsmaßnahmen unter anderem aus Kreditvergaben und Kapitalzuführungen an die Rettungsschirme EFSF und ESM schlugen nach den Angaben mit 20 Milliarden Euro zu Buche.
