• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bundesbank warnt vor Risiken

11.11.2011

FRANKFURT Die Bundesbank warnt vor neuen Risiken für die deutschen Geldhäuser aufgrund der Staatsschuldenkrise. Bei der Vorlage des Finanzstabilitätsberichts sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger am Donnerstag in Frankfurt, die „zahlreichen erfreulichen Entwicklungen im deutschen Bankensystem“ dürften „nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Perspektiven eingetrübt haben“.

Die deutschen Banken zeichneten sich zwar inzwischen durch eine bessere Eigenkapitalausstattung als vor der Finanzmarktkrise aus, heißt es in dem Bericht. Dennoch bestünden weiterhin Gefahren unter anderem durch anhaltend niedrige Zinsen und hohe globale Liquidität, die zu neuen Übertreibungen führen könnten.

Die Risiken für die Finanzstabilität hätten deutlich zugenommen, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret. Zwar seien die Belastungen durch Griechenland, Irland und Portugal für den Finanzsektor beherrschbar. Italien und Spanien bedeuteten aber andere Größenordnungen. Zudem seien auch die Altlasten der Banken aus Gewerbeimmobilien und strukturierten Wertpapieren noch nicht ganz verarbeitet. Die Bundesbank kritisiert zudem, dass die Finanzmärkte „von einem erheblichen Grad an Gleichlauf“ geprägt seien, der negative Entwicklungen noch verstärke. Dazu zähle die wachsende Bedeutung von passiven Investmentstrategien. Dombret verlangte vor allem mehr Transparenz bei den inzwischen in Mode gekommenen und teilweise kompliziert konstruierten börsengehandelten Fonds (ETF) sowie beim Hochfrequenzhandel.

Die Bestandsaufnahme des deutschen Finanzsystems fällt in dem Bericht 2011 positiv aus. Die Banken zeichneten sich demnach nunmehr durch eine höhere und bessere Eigenkapitalausstattung aus. Zwischen Frühjahr 2008 und Sommer 2011 hat sich für eine Gruppe von 13 großen, international tätigen Banken die Kernkapitalquote nach den derzeit gültigen Basel-II-Regelungen von 8,1 Prozent auf 13,1 Prozent erhöht. Lautenschläger und Dombret betonten die Bedeutung der Bemühungen, verlorenes Vertrauen in die Geldinstitute wieder herzustellen. Dem diene die auf europäischer Ebene angestoßene Kapitalisierung der großen Banken.

Nach vorläufigen Berechnungen der Europäischen Bankenaufsicht (Stand Juni) liegt der Kapitalbedarf in Deutschland nur bei 5,2 Milliarden Euro. Allerdings dürfte sich dies nach den Zahlen des dritten Quartals noch erhöhen, sagte Lautenschläger.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.