Berlin - Die dem Finanzministerium unterstehende Bundesdruckerei will neue Vorwürfe aus den sogenannten Panama Papieren von der Berliner Staatsanwaltschaft klären lassen. Das Unternehmen sehe sich als potenziell Geschädigten, teilte die Bundesdruckerei am Montag in Berlin mit. Nach Angaben einer Sprecherin legen Veröffentlichungen zu möglicherweise rechtswidrigem Verhalten eines Ex-Mitarbeiters „den Verdacht nahe, dass das Unternehmen mit hoher Energie getäuscht wurden“.

Nach „Spiegel“-Informationen soll das Unternehmen für Geschäfte mit Venezuela eine Briefkastenfirma in Panama benutzt haben. Die Bundesdruckerei erklärte am Montag, man habe den derzeitigen Arbeitgeber des betroffenen ehemaligen Mitarbeiters – eine Minderheitsbeteiligung der Bundesdruckerei – „gebeten, diesen mit sofortiger Wirkung und bis zur Klärung der Vorwürfe zunächst freizustellen“. Der Ex-Beschäftigte der Bundesdruckerei bestreite die Vorwürfe.

Laut „Spiegel“ soll sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geweigert haben, in Kontakt mit einem Informanten zu treten, der über angeblich dubiose Geschäfte der Bundesdruckerei auspacken wollte.