Wildeshausen/Oldenburg/Vechta - Patrick Hinners aus Vechta hat es geschafft. Der ehemalige Auszubildende der Hermes Systeme GmbH aus Wildeshausen nahm am Sonnabend in der Kongresshalle in Oldenburg den 1. Preis im Bundesleistungswettbewerb der Elektrotechnik im Fachgebiet Elektroniker für Automatisierungstechnik entgegen.

Am Freitag und Sonnabend trafen in Oldenburg die besten Auszubildenden des Elektrohandwerks aus ganz Deutschland zusammen, um den Bundesleistungswettbewerb (BLW) der elektrohandwerklichen Jugend auszutragen. Austragungsort ist traditionell das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik.

„Dass ich den 1. Platz belege, damit habe ich nicht gerechnet“, erzählte Patrick Hinners der NWZ . „Ich bin da offen herangegangen, ganz nach dem Motto: dabei sein ist alles.“ Im Wettbewerb mussten die jeweiligen Landessieger für eine Toranlage mit Ampel einen Schaltschrank verdrahten und programmieren.

Bei der Preisverleihung waren alle großen Firmen und Vorstandsmitglieder des Zentralverbandes für das Elektrohandwerk vertreten. Im Rahmen eines Galaabends wurden die Sieger ausgezeichnet. Schirmherr der Veranstaltung war Daniel Hager (Vorstandsvorsitzender der Hager Group).

Vor dem Sieg beim Bundeswettbewerb hatte Patrick Hinners bereits den 1. Platz der Handwerkskammer Oldenburg sowie den 1. Platz im Land Niedersachsen errungen.

Als Kammersieger weilt er seit Sonntag mit neun anderen Berufsbesten im französischen La Rochelle. „Diese Reise findet im Rahmen eines Austauschprogramms mit anderen Handwerkskammern statt“, berichtete Hinners. Bis kommenden Sonnabend sind die jungen Leute in Frankreich. Als Bundessieger wurde der 20-Jährige ebenfalls belohnt. „Ich habe 1000 Euro für Weiterbildungen erhalten sowie ein paar Sachpreise.“

Hinners absolvierte seine Ausbildung nach dem Abitur am Gymnasium Antonianum in Vechta bei Hermes Systeme in Wildeshausen in einer Rekordzeit von zwei Jahren. Dabei konnte er aufgrund seines Schulabschlusses das erste Ausbildungsjahr überspringen und zog dank hervorragender Schulnoten seine Gesellenprüfung um ein halbes Jahr vor.

Inzwischen hat Hinners ein Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule Osnabrück begonnen. „Vielleicht kommt er ja mal zurück zu uns“, meinte am Montag die Verwaltungsleiterin von Hermes Systeme, Christiane Kreft. „Aber Patrick wird nach seiner Ausbildung als Bundessieger und mit einem Studium ein begehrter Mann sein.“

Hinners schaut gerne auf seine Zeit bei Hermes zurück. „Die Ausbildung hat mir Spaß gemacht.“ Sein berufliches Ziel sieht er in Zukunft in der Entwicklung oder Programmierung von Hardware.