Stadtmitte/Nadorst/Hatterwüsting - Knospenheide, bunte Gräser und Alpenveilchen schön dicht aneinander gepflanzt. So sieht der Herbst aus – zumindest auf vielen Gräbern in der Region. Das sagt zumindest Andreas Büsing und er kennt sich aus: Der Gärtnermeister hat sich mit seinem Betrieb auf die Friedhofsgärtnerei spezialisiert. 1200 Gräber in Oldenburg und Umgebung versorgen er und seine vier Mitarbeiter. Auch seine Frau Bettina packt in Spitzenzeiten mit an. Sein Hauptfriedhof ist der Gertruden-Kirchhof in Oldenburg. Vor Kurzem hat die Friedhofsgärtnerei auch die Grabpflegestellen der Gärtnerei Buhr aus Oldenburg übernommen.

Wie berichtet, schließt das Oldenburger Traditionsunternehmen (Ecke Ammergau­straße/Hochheider Weg) Ende November. Die Aufträge für die Grabpflege werden nun von der Firma Büsing weitergeführt, und auch Gärtner Hans-Erhard Feige, der viele Jahre bei Buhr gearbeitet hat, wird übernommen.

Die Gärtner kümmern sich um Neubepflanzung und Pflege der Gräber. „Auch im Rahmen der Dauergrabpflege“, sagt Andreas Büsing. „Wir besprechen mit den Trauernden, wie die Gräber aussehen sollen. Außerdem beraten wir sie auch hinsichtlich der Friedhofsordnung“, so Büsing. Die jahreszeitliche Wechselbepflanzung ist dabei am häufigsten.

Seit drei Jahren leben und arbeiten Andreas Büsing und seine Frau in Hatterwüsting. Auf dem Grundstück am Kiebitzweg soll neben dem Büro bald auch eine Musterausstellung mit verschiedenen Grabstellen-Designs entstehen. Die Grabsteine stehen schon bereit. „Da muss ich aber noch die Namen entfernen“, sagt der Friedhofsgärtner. Der Trend in der Grabbepflanzung gehe übrigens weg von der Grabplatte hin zur natürlichen Bepflanzung.