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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Messe: Buntes Angebot für Jugendliche

10.09.2011

OLDENBURG Riesengedränge an der Oldenburger Weser-Ems-Halle: Schon in den Auftakt-Stunden der Ausbildungsmesse „job4u“ drängelten sich am Freitag Tausende Schüler durch den Eingang zur Halle mit rund 120 Unternehmen und Bildungsorganisationen. Bereits draußen nehmen „Scouts“ ganze Klassen in Empfang. Sie leiten die Besucher gezielt zu den vielen Angeboten der „job4u“.

„Sehr abwechslungsreich“, findet etwa die angehende Kinderkrankenschwester Joleen Harfst (19) ihre Ausbildung in der Kinderklinik – und führt mit ihren Kollegen Leif Troelenberg, Nane Rosenkranz und Sarah Schidlowski interessierte Jugendliche zum Stand der Oldenburger Kliniken. Die Ausbildung dort stößt auf viel Interesse.

„Nochmals besser als letztes Jahr“ sei die Messe losgegangen, sagt Dr. Thomas Hildebrandt, Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung bei der federführenden Oldenburgischen IHK, in einem Messe-Gespräch mit Tina Middendorf (Radio Bremen 4). In den Gängen und an den Ständen sei kontinuierlich etwas los – und dies „barrierefrei“. Soll heißen: Die Firmen machen es den Jugendlichen leicht, Kontakt aufzunehmen.

Bei allem Lob für die Jobmesse und die ausstellenden Unternehmen hatte Thomas Hildebrandt aber auch ein Anliegen: Studiums- und Ausbildungsabbrüchen solle entgegengewirkt werden. Grund für einen Abbruch sei oft eine falsche Berufsorientierung. Auch dafür sei die Jobmesse da: An den Ständen können sich die Jugendlichen gezielt informieren, was sie in den Ausbildungsberufen erwartet – direkt von Auszubildenden.

Beim Stand der Baumschule zu Jeddeloh aus dem Ammerland bieten die Ausbildungsleiter Isa Kuhlmann und Horst Herborth an, gleich mal beim sogenannten „Stäben“ von Pflanzen mitzuarbeiten. Das gibt Gefühl für die Arbeit im grünen Bereich. Gärtner mit Fachrichtung Baumschule – das sei ein „toller Beruf“ sagt Kuhlmann. Man arbeite mit Pflanzen, an der frischen Luft und als Azubi auch nie allein.

Schräg gegenüber walkt Steven Goetz (17), Auszubildender zum Bäcker bei Müller & Egerer aus Rastede, den Brötchen-Teig. „Man arbeitet selbstständig“, sagt er stolz über seinen Beruf und rollt den Teig geschickt mit dem Handballen. An das frühe Aufstehen gewöhne man sich. Viele schauen interessiert zu.

Das ist bei Wilfried Fey vom „Ratsstübchen“ in Oldenburg nicht immer so. „Sofort, ohne jede Verzögerung“ könne jemand bei ihm als Auszubildender für den Beruf des Koches einsteigen, sagt der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga In Oldenburg. Voraussetzung sei ein befriedigender Hauptschulabschluss – als erkennbares Zeichen, dass das Ausbildungsziel, vor allem in der Theorie, erreicht werden könne, meint Frey, während er die Zutaten für einen verlockenden Rohkostsalat schnippelt. In dem Beruf sei vieles moderner geworden – bei der Küchenausrüstung angefangen.

Viel los ist auch bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Aus- und Fortbildungsleiter Björn Gribbe wirbt unter anderem für das neue duale Studium „Insurance & Finance“ an der Jade-Hochschule. „Ein Super-Angebot“, schwärmt er.

Stark ist unübersehbar auch das Interesse an Medienberufen. Sie seien weiterhin angesagt, berichtet am NWZ -Stand Personalleiter Thomas Becke. Dazu könnte die interessante, sich ständig verändernde Technik beitragen, meint er. Ausbildungsleiterin Doreen Jess wirbt unter anderem mit Ausbildungsplätzen für angehende Mediengestalter, Medienkaufleute, Bürokaufleute, ein duales Studium sowie Volontariate als Einstieg in den Redakteursberuf.

Viele Unternehmen treiben erheblichen Aufwand, um die Jugendlichen auf sich aufmerksam zu machen und um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Beim Autoteilezulieferer Vierol AG (Oldenburg) etwa steht ein Original-Rennwagen am Messestand. Damit kann man sozusagen seiner Zukunft entgegenbrausen. Das Motto: „Deine Internationale Ausbildung beginnt hier.“

Nicht nur die Unternehmen an den Ständen haben einiges zu bieten. Auch auf der Bühne dreht sich alles um Beruf und Ausbildung – in Form von verschiedenen Vorträgen und Workshops. Die DAK etwa hat das wichtige Thema „Sicheres Auftreten am 1. Ausbildungstag“ gewählt und erklärt, wie man im Berufsalltag Fettnäpfchen vermeidet und einen guten Eindruck hinterlässt. Die Vierol AG hingegen referiert zum Thema Vorstellungsgespräch. Das sei die letzte Hürde vor dem Job und nicht immer leicht zu nehmen für jemanden, der wenig Erfahrung hat.

Die Messe „job4u“ wird an diesem Sonnabend fortgesetzt. Erfahrungsgemäß kommen an diesem zweiten Tag statt der am Freitag vorherrschenden Schulklassen viele Jugendliche mit ihren Eltern, anderen Verwandten oder Freunden (10 bis 17 Uhr, freier Eintritt). Die Scouts sind auch wieder da. „Wir zeigen was los ist“, sagt Daniela Roos (18) von der Bremer Agentur Krause, die die Ausbildungsmesse mit organisiert hat.

Letztlich geht es bei der „job4u“ auch um den regionalen Charakter: „Die Messe dient dazu, die Region zusammenzubringen“, sagt Thomas Hildebrandt. So können die jungen Besucher in der Weser-Ems-Halle zum Beispiel hautnah erleben, wer eigentlich die Brötchen backt, die jeden Morgen auf dem Frühstückstisch liegen.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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