BURHAVE - Das Rathaus in Rodenkirchen erhält einen zweiten begehbaren Balkon. Der wird vor dem Sozialraum im Dachgeschoss des Gebäudes entstehen. Die Investition dient zwar den Mitarbeitern und Besuchern im Rathaus, jedoch nicht, damit die sich in dem Gebäude wohler fühlen, sondern um deren Sicherheit zu erhöhen.
Der zusätzliche Balkon gehört zu mehreren Brandschutz-Maßnahmen, die aufgrund einer Überprüfung des Rathauses durch die Brandschutzdienststelle des Landkreises Wesermarsch vorgenommen werden sollen. Insgesamt rund 44 000 Euro wird die Gemeinde in fünf Vorhaben investieren.
Noch in diesem Jahr werden einige Verbindungen zwischen dem Rathaus und dem Rathaussaal feuerfest verschlossen. Zudem soll das Fenster des Bürgermeisterbüros oberhalb des Rathaussaales eine feuerbeständige Verglasung erhalten. Diese Maßnahmen gehören zu den Auflagen, die die Gemeinde erfüllen muss, damit der Landkreis den Rathaussaal als Veranstaltungsstätte genehmigt.
Im kommenden Jahr sollen der begehbare Balkon vor dem Sozialraum im Dachgeschoss als zweiter Rettungsweg sowie im Treppenraum Brandschutztüren mit festverglasten Seitenteilen zu den sich anschließenden Fluren im 1. und 2. Obergeschoss eingebaut werden. Auch soll die Elektroanlage überprüft und teilweise erneuert werden, damit die hausinterne EDV-Anlage störungsfrei betrieben werden kann.
Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Bauwesen und Landwirtschaft stimmte Fritz Wiechmann (Unabhängige) nur den in Zusammenhang mit der Anerkennung des Rathaussaales als Veranstaltungsstätte stehenden Maßnahmen zu. Über die anderen Vorhaben sollte erst im Zuge der Haushaltsberatung 2011 entschieden werden, zumal das Rathaus schon wohl rund 100 Jahre alt sei und sicherlich Bestandsschutz habe.
Dieser Vorschlag fand jedoch keine Zustimmung, zumal es sich hier um Auflage seitens des Brandschutzdienstes handelt. Zudem gehe es um die Sicherheit der Mitarbeiter im Rathaus, so dass ein Feilschen hier fehl am Platze sei, machte Christian Bergmann (SPD) deutlich.
