BURHAVE - BURHAVE - Zur Jahreshauptversammlung des Landvolkvereins Burhave-Waddens im Restaurant „Kachelstübchen“ in Burhave erschienen rund 30 Mitglieder. In seinem Jahresrückblick 2005 hob Vorsitzender Peter Cornelius (Blexerwisch) den Ausflug in die südliche Wesermarsch hervor, bei dem unter anderem die Fassmer-Werft besichtigt wurde.

Bei den anstehenden Wahlen gab es keine Überraschungen. Im Beirat bleiben Theo Martens und Karsten Röver. Uwe Ladwig wurde erneut zum Kassenwart gewählt. Auch Schriftführer Hubert Helms wurde in Abwesenheit erneut gewählt. Neuer Kassenprüfer des Landvolkvereins Burhave-Waddens ist Wilhelm Dewitt.

Vorstzender Peter Cornelius berichtete von einer positiven Stimmung unter den Landwirten. Der neue Landwirtschaftsminister Horst Seehofer mache einen kompetenten Eindruck und auch die Milchpreise seien nicht so drastisch gesunken wie befürchtet.

Sorgen macht den 86 Mitgliedern des Landvolkvereins Burhave-Waddens aber, das die Versuchsstation Infeld von der Schließung bedroht ist. Schließlich handelt es sich hier um einen bundesweit einmaligen Versuchsbetrieb, auf dessen Versuchsergebnisse man sich immer verlassen könne.

Zu den Gästen der Versammlung gehörten neben Jan Dunkhase, Vorsteher des Entwässerungsverbandes Butjadingen, und Jan Boedecker (der einen Bildervortrag über Namibia hielt) auch CDU-Bürgermeisterkandidatin Uta Meiners, die sich kurz vorstellte.


Der Vorsteher des Entwässerungsverbandes, Jan Dunkhase, referierte über mögliche Probleme der Zuwässerung im Falle einer weiteren Weservertiefung. Im schlimmsten Fall kann das Vieh an heißen Sommertagen nur noch mit zu salzhaltigen Wasser versorgt werden.

Aus diesem Grunde haben sich 38 Wasser- und Boden- sowie Deichverbände rechts und links der Weser zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Ziel ist es, einen Ausgleich für den Fall der nicht möglichen Zuwässerung zu erlangen.

Außerdem strebt die Interessengemeinschaft eine Versuchsreihe im Versuchsbetrieb Infeld an, bei der festgestellt werden soll, wie viel Salz ein Tier vertragen kann.