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Kommunalwahlen Hochhaus-Pläne kontrovers diskutiert

Jochen Eilers

BURHAVE - Transparenz, mehr Bürgernähe und Bürgerwille, Kontinuität und Verlässlichkeit – mit diesen Vokabeln haben unisono alle Butjadinger Kandidaten für die Kommunalwahl am 11. September bei der Kandidatenvorstellung des Burhaver Bürgervereins für sich geworben. Insgesamt 25 Bewerber stellten sich am Freitagabend den Bürgern.

Moderator Rainer Pryzklang machte kein Geheimnis daraus, dass er sich mehr Interesse gewünscht hätte. Gerade einmal 32 Bürger kamen in den Rathaussaal, darunter viele Familienmitglieder der Bewerber.

Die CDU war mit Matthias Schmitz, Sabine Luga, Wilhelm Has, Christoph Muth, Stephan Siefken, Thomas Martinsen, Johann Evers, Andreas Becker, Ulrich Bachmann, Pedro Dominguez, Thomas Edom und Jürgen Meiners vertreten. Von der SPD kamen Dieter Kuhlmann, Peter Beyer, Martina Geberzahn und Thomas Dzillum. Von der FDP stellten sich Uta Meiners, Wolfgang Stolle und Anke Stührenberg vor. Von Bündnis 90/Die Grünen kamen Heinz Friele, Elmar Hüttenmeister und Hans-Gerd Gerdes. Einziger Vertreter der Unabhängigen Butjadingens war Dr. Hans Hortig. Die Linke war mit Gabriele Rohmer-Stadler und Uwe Hänssler vertreten.

Kritik an bisheriger Politik

Die Frage, warum sie für den Gemeinderat kandidieren, beantworteten fast alle neuen Bewerber damit, dass ihnen die bisherige Politik im Rat nicht gefallen habe und sie nach ihren Vorstellungen etwas ändern und entwickeln wollten. Für die meisten von ihnen war nach diesem kurzen Auftritt der aktive Teil des Abends schon vorbei. Die anschließende Diskussionsrunde gestalteten auf Seiten der Politiker weitgehend die heutigen Ratsmitglieder.

Bei der Frage nach den Zukunftsplänen mussten die meisten Politiker jedoch mit den Schultern zucken, denn abgesehen von den Grünen hat noch keine Partei ein vorzeigbares Wahlprogramm. In der CDU werde dies derzeit noch erarbeitet, so Stephan Siefken. Und die FDP müsse zunächst erst die Kandidatenliste wählen und werde dann am Programm feilen, sagte Uta Meiners.


Eines stimmte die Zuhörer zuversichtlich: Alle Parteien wollen in Zukunft auf Verständigung über Parteigrenzen hinweg setzen, um so das Beste für Butjadingen zu erreichen. Dies sei auch in den zurückliegenden fünf Jahren immer so gewesen, wenn es auch nicht immer so ausgesehen haben mag, bestätigten die aktuellen Ratsvertreter.

Kritisch sahen viele Bürger den Umgang mit vermeintlich geheimen Abstimmungen hinter verschlossenen Türen. Immer wieder wurde die Forderung nach Offenheit und Transparenz erhoben. Elmar Hüttenmeister versprach für die Grünen, absolute Transparenz und Offenheit gegenüber den Bürgern – vor allem bei den Finanzen der Gemeinde. CDU-Ratsherr Matthias Schmitz konterte, dass gesetzliche Vorschriften in manchen Themen zur Verschwiegenheit verpflichten. Dennoch sei Aufgabe des neuen Rates, sich vermehrt um Bürgernähe zu kümmern, meinte Peter Beyer von der SPD. So könnten Fragen der Bürger schon zu Beginn von Ratssitzungen gestellt werden und nicht im Anschluss wie bisher.

Schwerpunkt Tourismus

Ein Schwerpunkt der Diskussion war der Tourismus. Auf die Frage, wie die Parteien zu einem eventuellen Hotel-Hochhaus am Burhaver Deich (Atrium-Gelände) stünden, antwortete Peter Beyer, dass leider noch kein Investor gefunden sei. Dies sei vorrangige Aufgabe des neuen Gemeinderates. Matthias Schmitz und Wolfgang Stolle schlossen sich dieser Einschätzung an. Dr. Hans Hortig sieht einen Hochhaus-Komplex nicht als optimale Lösung für Burhave an. Dieser passe eher nach Fedderwardersiel. Das Atrium müsse saniert und als Verwaltungsstandort für die Kurgesellschaft hergerichtet werden. Eine Absage erteilte Elmar Hüttenmeister den Hochhaus-Plänen. „Wir möchten keinen Hotel-Klotz am Deich. Das Bild von Burhave muss erhalten bleiben“. Ebenfalls gegen ein großes Hotel würde Die Linke stimmen, wie Gabriele Rohmer-Stadler sagte.

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