BUTJADINGEN - Einstimmig hat der Gemeinderat am Donnerstagabend den Haushalt einschließlich des Konsolidierungskonzeptes verabschiedet. Der Etat hat ein Volumen von 10,876 Millionen Euro – 992 000 Euro mehr als 2008.
Dafür muss die Gemeinde 500 000 Euro neue Kredite aufnehmen. Rund 600 000 Euro gehen in die Tourismus-Gesellschaften. 245 000 Euro umfasst das Konjunkturprogramm, wovon die Gemeinde 31 000 selbst trägt.
„Wir müssen den Tourismus auch als Interessenquote für Butjadingen sehen, er bringt Lebensqualität, die wir sonst nicht hätten“, sagte Meent Bruncken für die CDU-Fraktion. „Die angebliche Finanzmisere der Tourismus-Gesellschaften ist nicht vom Himmel gefallen, sondern durch politische Beschlüsse entstanden. Deshalb habe ich auch die Schließung des Hallenbades und der Strandhalle unterstützt, das hat viel Geld gespart.“
Der FDP-Fraktionsvorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende der Kurgesellschaften Lutz Timmermann nahm Gemeindekämmerer Bernd Rummel gegen den Vorwurf in Schutz, den Haushalt sehr spät vorgelegt zu haben. Rummel habe zusammen mit dem Interims-Geschäftsführer der Gesellschaften, Karl-Heinz Kahler, und der Leiterin der TSB-Finanzabteilung, Petra Wennekamp, die Zahlenwerke der Tourismus-Gesellschaften auf Vordermann gebracht. „Das zeitigt erste Erfolge“, sagte Timmermann. „Die Wirtschaftspläne der Kurgesellschaften für 2009 liegen bereits vor. Ich danke dem Bürgermeister und dem Kämmerer und ihren Mitarbeitern ausdrücklich für ihren Einsatz bei den Tourismus-Gesellschaften.“
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Kuhlmann erinnerte daran, dass Landwirtschaft und Tourismus die wichtigsten Wirtschaftszweige in der Gemeinde seien. Es sei sehr schwer für so wenige Einwohner, das Standbein Tourismus aufzubauen und zu erhalten. „Wir wissen, dass wir Zuschüsse zahlen müssen, aber sie sollten so niedrig wie möglich sein“, sagte Kuhlmann. Er forderte dafür auch die Solidarität der Landwirtschaft ein, die eine Erhöhung der Grundsteuer A verhindert hatte.
Der Unabhängige Fritz Wiechmann forderte die Asphaltierung der Klinkerstraße zum Eckwarder Lokschuppen. Der parteilose Ratsherr Wolfgang Stolle trat dafür ein, dass bald etwas für Langwarden getan werden müsse.
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